stolze Ruhe ihres Gesichts in den Ausdruck plötzlicher Fröh-lichkeit verwandelte, die ihr weit natürlicher war, und antwortetelachend:
„Ich bekenne meine weiblichen Schwächen. Ich glaube, eswar der Thee, der einst unsere gemeinsame Mutter im Para-dies verführte!"
„Wenn das bewiesen werden könnte, würde es zeigen, daß dieList der Schlange sich bis auf spätere Zeiten fvrtgepflanzt hat,"sagte Agnes, „obwohl das Werkzeug der Verführung etwas vonseiner Kraft verloren haben mag."
„Woher will man das wissen?" sagte Lionel, der begierigden Scherz verfolgte, um die augenscheinliche Entfernung anfzu-heben, die zwischen ihnen bestanden hatte: „hätte Eva so strengdie Ohren, wie Sie den Mund vor dem Anerbieten verschlossen, somöchten wir wohl jetzt noch die erste Gabe unserer Eltern zu ge-nießen haben!"
„O, Sir, der Thee ist mir nicht so fremd, als Sie wohl nachmeiner jetzigen Gleichgültigkeit schließen möchten; Job Pray sagt,Bostons Hafen ist nichts als ei» weiter Theekeffel."*
„Sie kennen demnach Job Pray, Miß Danforth?" sagteLionel, nicht wenig ergötzt über ihre Munterkeit.
„Gewiß; Boston ist so klein und Job so nützlich, daß Jeder-mann den Dnmmkopf kennt."
„Er gehört also zu einer angesehenen Familie, denn er selbstversicherte nur, daß jedermann seine wirre Mutter Abigail kenne."
„Sie!" rief Cäcilie wieder mit jener süßen, natürlichenStimme, die schon früher ihren Zuhörer so bezaubert hatte; „waskönnen Sie von dem armen Job wissen und von seiner fast eben sounglücklichen Mutter?"
„Nun, meine Damen, habe ich Sie in meiner Schlinge!" rief* Man wird sich erinnern, daß die Amerikaner mehrere Schiffsladungenmit Thee in den Hafen von Bosten warfen.