Eil! wenig erstaunt über den scheinbaren Widerspruch in derSprache der guten Dame, verbeugte sich der junge Mann bei demCompliment und warf die Augen auf seine jüngere Gefährtin mit demVerlangen, die Unterhaltung zu ändern, indem er sich an das zurück-haltende junge Mädchen tu seiner Nähe wandte, was bei seinem Ge-schlecht und Alter gewiß sehr zu entschuldigen war. Er hatteübrigens nicht Zeit, mehr als eine oder zwei allgemeine Bemer-kungen zu machen und die Antworten darauf zu erhalten, alsMrs. Lechmere, wie eS schien, ernstlich über ihre Enkelin zür-nend, sagte:
„Gehe, Agnes, und mache Deine Cousine mit diesem glücklichenEreigniß bekannt. Sie hat sich während der ganzen Zeit, die Sieauf der Reise zubrachten, sehr um Ihre Sicherheit geängstigt.Wir ließen in der Kirche die Gebete für ,Jemand, der in Seebegangenst jeden Sonntag lesen, seit wir Ihren Brief erhielten, deruns Ihre Absicht, sich einzuschiffen, meldete; und ich war außer-ordentlich erfreut, das hohe Interesse zu bemerken, mit dem Cäciliein unsere Bitten einstimmte."
Livnel murmelte einige dankende Worte und, in den Stuhlsich zurücklehnend, schlug er die Augen aufwärts; ob aber ausfrommer Dankbarkeit oder nicht, das, glauben wir, ist nicht unsereSache, tiefer zu erörtern. Während Mrs. Lechmere's letzter Redeund der ausdrucksvollen Pantomine, die ihr folgte, erhob sich AgnesDanforth und verließ das Zimmer. Die Thüre war schon eine kleineWeile geschlossen, bis das Schweigen wieder unterbrochen wurde.Mrs. Lechmere hatte unterdessen ein- oder zweimal den augen-scheinlichen, aber vergeblichen Versuch zu sprechen gemacht; ihreFarbe, blaß und unveränderlich, wie sie gewöhnlich ihr verwelktesGesicht bedeckte, änderte sich und ihre Lippe zuckte unwillkürlich.Sie gewann jedoch bald ihre Sprache wieder, wenn auch die erstenDäne ihrer Stimme zitternd und dumpf waren.
«Ich mag Ihnen untheilnehmend erschienen sehn, Cousin