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„Ich bin's," erwiederte der Fremde, indem er aus dem Schattender Thüre in das düstere Licht der Kerze hervortrat; „ein Mann,der Zeitalter gezählt hat, und weiß, daß, wie Gott ihn liebt, soauch er verbunden ist, die Kinder seiner Lenden zu lieben."
Die erstarrten Glieder des Weibes verloren ihre Festigkeit untereinem Zittern, das jede Fiber ihres Körpers zusammenschüttelte; siesank in ihren Stuhl, ihre Augen rollten von dem Gesteht des einenFremden zu dem des andern, und ihre fruchtlosen Anstrengungen, zusprechen, konnten zeigen, daß sie für den Augenblick die Fähigkeit derRede verloren hatte. Job schlich in diesem kurzen Zwischenraumauf die Seite des Fremden, blickte flehend auf in sein Gesicht, und sagte:
„Quält die alte Nab nicht — lest ihr diese schöne Stelle ausder Bibel vor, und sie wird nie wieder mit der Zange nach Jobschlagen; nicht wahr, Mutter? Seht ihre Schale, sie hat sie unterdem Buche verborgen, als ihr hereinkamt! Mad. Lcchmere gibt ihrGiftthee zu trinken, und dann ist Nab nie so gut mit Ivb, als Jobmit seiner Mutter sehn würde, wenn die Mutter schwachköpfig undJob die alte Nab wäre! Thee berauscht wie sie sagen, so gut als Rum!"
Der Fremde betrachtete mit sichtbarer Aufmerksamkeit das Ge-sicht des Knaben, während er so ernsthaft für seine Mutter sichverfocht, und als er geendet hatte, streichelte er mitleidig das Hauptdes armen Schwachen.
„Armes, schwaches Kind!" sagte er, „Gott hat dir das Kost-barste seiner Geschenke verweigert, und doch waltet sein Geist überDir; denn Du kannst unterscheiden zwischen Strenge und Güte undhast gelernt, das Gute vom Bösen zu sondern. Junger Mann,sehen Sie keine Lehre in dieser Nertheilung? nichts, was Ihnensagte, daß die Vorsehung keine Gabe umsonst ertheilt, und worauswir den Unterschied erkennen mögen zwischen der Pflicht, die durchMilde geleitet wird und jener, die man durch Gewalt erpreßt!"
Der Offlcier, den feurigen Blicken des Fremden ausweichend,erklärte sich nach einer augenblicklichen, verlegenen Pause bereit.