irr
eingeschlossen in seinem Gemache in dem entlegen-sten Winkel des Hanfes, sah er seine Einsamkeitnur durch die kurzen, hastigen Besuche seiner weib-lichen Schließerin und, was noch schlimmer war altdas Alleinseyn, durch die gelegentlichen Beunruhi-gungen Thorntons unterbrochen. An diesem ver-worfnen Elenden offenbarte sich, was man sonst zurEhre der Menschheit nur selten findet: eine Lust ander Sünde, nicht um der Erreichung gewißer Zwecke,sondern um ihrer selbst willen. Mit einer Bosheit,die durch ihre Zwecklosigkeit noch doppelt feindseligerschien, versagte er Dawson die einzige Vergünsti-gung, um die er flehte: ein Licht bei Nachts undnicht nur schalt er ihn wegen seiner Feigheit, son-dern er vermehrte auch noch seine Angst durch Dro-hungen, jene ans eine wirksame Art zum Schweigenzu bringen.
Diese Befürchtungen hatten so mächtig ans dasGcmüth des Mannes gewirkt, daß selbst der Kerkerihm gegen die Höllenqual, die er duldete, wie ei«Elysium erschien, und als er seine Beichte geschlos-sen hatte und ich ihn fragte: „wenn Ihr von die-sem Ort befreit werden könnt, wollt Ihr Alles,was Ihr mir gesagt, vor der Obrigkeit wiederholen?"da fuhr er schon bei dem Gedanken daran vor Ent-zücken auf. In der That, zu seiner Gewissensangstund der inner» mächtig treibenden Stimme, welche,laut allen Annalen des Mords, den Verbrecher z»