Druckschrift 
6 (1835)
Entstehung
Seite
103
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von ansehnlicher Lange, war ganz dunkel und dasdämmernde, flackernde Licht, daö Jvnson hielt, kämpftemehr nur mit der dicken Finsterniß, als daß es siedurchdrungen hätte. In der Mitte des Zimmers standdas Bett und aufrecht darin sitzend, mit hohlem ver-zerrtem Angesicht, verlangend gegen uns gewendet, wareine magre, geschwächte Gestalt zu sehen. Das Bild,das ich von Dawson im Gedächtniß halte, den ich,wie man sich erinnern wird, früher nur ein einzigesMal gesehen hatte, war sehr schwach; doch hatte esin mir die Vorstellung von einem ziemlich athleti-schen Mann mittlerer Große, von frischer, strotzen-der Gesichtsfarbe genährt; das Wesen, das ichjetzt sah, war gerade das Gegeutheil davon. SeineWangen waren gelb und eingefallen; seineHand, dieer aufgehoben, um die Bettvorhänge auseinander zuhalten, glich den Krallen eines ausgehungerte» Geyers,so dürr war sie, so lang, so verwittert in Farbe undFleisch.

Sobald das näher kommende Licht ihm gestat-tete, uns genauer zu sehen, sprang er halb vom Betteauf und rief in dem eigenthümlichen Ton der Freude,der von der Brust eine erstickende Last vorangegan-gencn Schreckens und ängstlicher Erwartung abzn-werfen scheint:Gott sey Dank, Gott scy Dank!da seyd ihr endlich; und Ihr bringt den Geistlichenmit Gott segne Euch Jvnson, Ihr handelt alsein treuer Freund an mir."