Druckschrift 
6 (1835)
Entstehung
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Auch suchte er mir die Gefahr, der ich michaussetzte, nicht zu verbergen; so sehr seine wage-halsige Lebensweise «nd das gute Glück, das ihn be-gleitete, seine Nerven gestählt haben mochte, schiendoch auch Er die Gefahr, in die er sich begab, leb-haft zu empfinden, - eine Gefahr, die doch gewißum ein Beträchtliches geringer war, als die, welchemeiner Keckheit drohte. Bitter bereute ich, als dieseGedanken mir rasch durch die Seele giengen, meineNachlässigkeit, mich nicht mit einer Waffe für denNothfall versehen zu haben; der bitterste Todes-schmerz ist: ohne Kampf zu fallen.

Es war jedoch nicht die Zeit, sich der Furchthinzugeben: eben in solchen verhängnißvollen Stun-den, die in der Eintönigkeit des gemeinen Lebensso selten Vorkommen, werden unsre Seelen in ihrerinnersten Liefe ergründet; und Kräfte, von welchenwir, als sie noch in ihrem verborgenen Lager schlum-merten, nicht von weitem träumten, erheben sich wieGeister auf das Gebot des Zauberers und bringender sie anrufenden Seele unvorhergesehene, über-natürliche Hülfe.

Auch war im Wesen meines Führers Etwas,das mir ein Vertrauen zu ihm einflößte, welches dieBeschäftigungen seines Lebens freilich nicht recht-fertigten: eine leichte und offene Keckheit, eine frei-müthige Eitelkeit auf Fertigkeiten, die er mit Gewandt-heit, obwohl auf unehrliche Weise, ausübte, welche