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nicht träumen lassen." Sie schwieg erröthend undverwirrt.
,,Es ist wahr" sagte ich, „Sie hatten Recht,so zu denken; denn bis auf diesen Augenblick habeich Sie nie den kleinsten Blick in mein verschleierresHerz, mit seinen geheimen, feurigen Wunsche», wer-fen lassen; aber meinen Sie, meine Liebe sey deß-halb weniger ein Schaz gewesen, weil sie verborgenwar? oder weniger tief, weil ich sie im innerstenGrunde meiner Seele hegte? Nein! nein! glaubenSie mir! diese Liebe konnte sich nicht mit den ge-wöhnlichen Gegenständen des Lebens vermischen; siewar zu rein, um durch den Leichtsinn und die Tbor-heit entweiht zu werden, die das Einzige stnd, wasich von meinem Wesen der Wett zn enthüllen mirgestattete. Glauben Sie nicht, weil ich ein Müsssg-gänger unter den Müsügen, selbstsüchtig unter denHab- und Gewinnsüchtigen, kalt, eitel und frivolunter Denen erschien, welche» solche Eigenschaftenals Empfehlungen und Tugenden gelten, glauben Sienicht, ich habe Nichts in meinem Innern zurück-behaltcn, was Ihrer und meiner würdiger ist; schonmeine Liebe zu Ihnen zeigt, daß ich wels-r undbesser bin» als ich schien. Sprich zn mir, Ellen,wenn ich dich so nennen darf — Ein Wort, EmeSylbe! Sprich zu mir und sage m r, daß du inmeinem Herzen gelesen hast und es nicht verschmä-hen willst.