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6 (1835)
Entstehung
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hatte, und das einzige Hinderniß, das meiner Ver«Mahlung mit seiner Schwester im Wege gestanden,gehoben. Zwar hicng das Schwert noch über seinemHaupt, und so lang er lebte, hatte man keine zu-vcrläßige Bürgschaft, ihn vor der Verurtheilnng unddem Tod als Missethäter sicher zu stellen. In denAuge» der Welt wäre» mithin die Anstände meinerVerbindung mit Ellen noch lange nicht ganz gehobengewesen; aber in diesem Augenblick harten michmeine getäuschten Plane ganz mir der Welt ver-feindet, und ich wandte mich mit doppelter Inbrunstzu ihr, deren reine und heilige Liebe mir zugleichErsaz und Asyl seyn sollte.

Doch war diese selbstsüchtige Betrachtung nichtdie einzige Triebfeder zu derHandluugeweise, welcheich zu befolgen entschlossen war; im Gegentheil, sieüberwog in meiner Seele kaum diejenigen, welcheaus dem Wunsch entsprangen, einem Freund, dermir jezt theurcr war als je, den einzigen Trost aufdieser Erde, und Ellen den sichersten Schuz, im Falleiner Gefahr für ihren Bruder, zu gewähren. Damitverbanden sich allerdings auch Gefühle, die unter glück-licher» Umständen sich als Jubel und Entzücken über dieglückliche, glänzende Krönung einer tiefen, treu er-gebenen Liebe würden kund gegeben haben. Abersolchen Gefühlen durfte ich, so laug Glanville's Le-be» in großer Gefahr schwebte, nicht nachhängen undich dämpfte sie, sobald sie in mir aufstiegen.