artigen Thun ihres Liebhabers. Nicht von fernemochte sich Lady Roseville, wenn sie in der Glutihrer Begeisterung von dem erhabnen und edlenCharakter Glanville's sprach, von dem schändlichenund feigen Verbrechen träumen lassen, dessen ermehr als verdächtig war; auch konnte, währendesvielleicht der heißeste Wunsch ihrer Seele war, ihrSchicksal mit dem seinigen zu vermählen, selbst dieabenteuerlichste Einbildungskraft nichts von demBanditenloos errathen, das, wenn der Tod nichtin schnellerer und gütigerer Gestalt kam, ihn frü-her oder später ereilen mußte.
Von Thornton hatte ich seit meinem Ab-gang von Lord Chester nichts gesehen und gehört.Diese Galgenfrist, möchte ich sagen, gieng in-deß bald zu Ende. Kaum war ich auf dem Heim-weg nach Oxfordstreet gekommen, als ich ihn miteinem andern Mann über die Straße gehen sah. Ichwandte mich um, in der Absicht, die Züge seinesBegleiters genauer zu prüfen, und trotz einergroßen Veränderung im Aufzuge, mächtigem falschemBackenbart und einem künstlich bewirkten alternAussehen, setzte mich meine Gewohnheit, die Ge-sichter zu beobachten, in Stand, meinen geistrei-chen und tugendhaften Freund, Herrn Job Jon-son zu erkennen. Sie verschwanden in einerHütte, auch hielt ich es nicht der Mühe werth, sieweiter zn beobachten, obgleich ich noch dem HerrnJob Jonson einen Groll nachtrug, den ich bei