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Niemand unter ihnen seine guten und großenWirkungen in Abrede zieht? Warum die Eitelkeitals ein Laster brandmarken, wenn sie so viele Tu-genden erzeugt, oder wenigstens sich mit ihnenvermählt? Mich wundert, daß die Alten der An-betung derselben nicht den herrlichsten ihrer Tempelerrichteten. Ich meines Orts werde von nun anvon ihr als dem primnm mobile alles Dessen, waswir verehren und bewundern, sprechen, und esfür den höchsten Lobsprnch, den ich einem Mannzollen kann, halten, wenn ich von ihm sage: er istaußerordentlich eitel."
/ „Ich neige mich zu Ihrer Ansicht," rief Vin-cent lachend. „Der Grund davon, daß uns dieEitelkeit an Andern mißfällt, ist der, daß sie be-ständig unsrer eignen Abbruch thut. Von allenLeidenschaften (wenn ich ste für den Augenblick sobenennen darf), ist sie die rücksichtsloseste, sieschwatzt immer ihre eignen Geheimnisse aus. Wolltesie nur diese ihre Geheimnisse bewahren — stewürde in der Gesellschaft mit so vieler Artigkeitaufgenommen, als irgend ein andrer wohlzugestutz-ter und wohlgezogener Eindringling von Rang undStand. Ihre Geschwätzigkeit macht sie verächtlich.Aber in der That muß einleuchtend seyn, daß Ei-telkeit an sich weder ein Fehler noch eine Tugendist, so wenig als ein Messer an sich gefährlich odernützlich; der Geist, in dessen Dienst ste steht, giebt