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mehr man beide vermengt, wird die Gelehrsamkeitan Publikum gewinnen und die Poesie verlieren."
„Wahr!" sagte Glanville; „nnd so sind dieam meisten poetischen Filosofen die beliebtestenin ihrem Zeitalter, und die am meisten filosofi-schen Dichter am wenigsten von ihren Zeitgenossengeliebt."
„Geben Sie Acht," sagte Vincent lächelnd,„daß wir nicht durch den witzigen Gegensatz Ih-rer Behauptung verfuhrt werden; die Bemerkungist wahr, aber mit einer Einschränkung: daß näm-lich die Filosofie, welche einen Dichter minder po-pulär macht, nur die erlernte, nicht die im Geistesich erzeugende Filosofie seyn kann. So weit sieimmer in der Kenntniß des allgemein verständli-chen geheimen Triebwerks im menschlichen Herzenbesteht, und nicht in trocknen Untersuchungen übermetaphyflche und entlegene Spitzfindigkeiten, trägtsie nothwendig zur Erhöhung der Popularität ei-nes Gedichts bei; weil sie, statt ans Wenige be-' schränkt zu seyn, Alle anspricht. Von der Art ist^ Shakspeares Filosofie, die ihn in alle Hände nnd' Herzen cinführt, während die des Lucretius, soein wunderbarer Dichter er ist, uns oft das Buchniederlegen macht, weil es uns durch seinenSchulkram ermüdet. Demnach ist die Filosofie nurdann eine Sünde in der Poesie, wenn sie in demstrengen Aufzug der Gelehrsamkeit — barsch