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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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Der Seelenverkäufer schrack bei diesem furchtbaren und plötzlichenUrtheil so zusammen, wie etwa Jemand, der sich unerwartet in denKlauen eines Ungeheuers findet, aus denen keine Flucht und Rettungmöglich ist. Obwohl von einer sehr ernsten Ahnung dessen, waSihm begegnen möchte, erfüllt, hatte doch sein Muth nicht ausge-reicht, der Gefahr in's Auge zu blicke», und mit demjenigen Tröste,womit feige Gemüther ihre verzweiflungsvolle Lage vor sich selbstzu verberge» geneigt find, hatte er mehr daran gedacht, wie seineSchlauheit ihm durchhelfen möchte, als daß er sich auf das Nobelstevorbereitet hätte.

Sterben?" wiederholte er mit einer Stimme, welche sich kaumaus der Brust heraus Luft machte.Der Mensch ist doch sonstsicher unter seinen Freunden!"

So dachte mein Sohn auch!" erwiederte der Squatter, indemer dem Gespann, worin sein Weib und seine Töchter sich befanden,das Zeichen zum Aufbruch gab, und prüfte dabei sehr gelassen dasZündpulver seiner Flinte.Mit der Flinte habt Ihr meinen Sohngetödtet, und es ist nicht mehr als billig, daß Ihr nun vermittelstderselben Waffe Euren Tod findet."

Abiram starrte um sich mit einem Blicke, der von seiner Geistes-verwirrung , und wie er noch zu keinem Entschlüsse gekommen,Zengniß sblegte. Er lachte sogar, als wolle er nicht allein sichselbst, sondern auch die Anderen überreden, daß das, was er höre,irgend ein Spaß sey, um seine Nerven zu probiren. Aber seineentsetzliche Lust fand nirgend ein antwortendes Echo. Alles rundumwar feierlich und still. Freilich zeugten die Gesichter seiner Neffenvon Aufregung, aber gegen ihn waren sie kalt, und auf dem seinesfrüher» Verbündeten las er eine entsetzliche Entschlossenheit. DieseFestigkeit der Miene war.tausendmal drohender und hoffnungsloser,als jede Heftigkeit gewesen wäre. Diese hätte vielleicht seinen Geistaufgeregt, und ihn zum Widerstande erweckt, aber jene verwies ihndurchaus auf die schwache Hülfe, die er in sich selbst fand.