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der Natur hätten vergessen sollen. Aber während die Söhne unterihrem Borrath nach etwas Derbem suchten, zur Stillung desHungers, und die kleine Brut sich um die noch leeren Näpfe drängte,waren die Aeltern dieser noch ungesättigten Familie auf ganz andersArt beschäftigt.
Als der Squatter sah, daß Alle, und sogar der wieder auf-lebende Abiram, daran gingen, ihrem Hunger abzuhelfen, winkteer seiner niedergeschlagenen Ehehälfte und stieg ans eine ferneLandwelle, welche gegen Osten zu lag. Die Zusammenkunft desEhepaars auf diesem nackten Fleck schien wie ein Zusammentreffenauf dem Grabe ihres ermordeten Sohnes. Jsmael gab seinemWeibe ein Zeichen, Platz neben ihm auf einem Felsstücke zu neh-men, und dann folgte eine lange Zwischenzeit, während deren Nie-mand zu sprechen geneigt schien.
„Wir sind lange zusammen gereist, durch Gutes und Schlech-tes," fing Jsmael zuletzt an, „manche Versuchung und Prüfunghaben wir zu überstehen gehabt, und manchen bitter» Trank habenwir ausschlürsen müssen, mein Weib, aber niemals ist mir so etwaswie dieses, begegnet."
„'s ist ein schweres Kreuz, für ein armes, verleitetes, sündi-ges Weib zu tragen!" erwiederte Esther, indem sie den Kopf nieder-beugtc, und thcilweise das Gesicht in ihrem Rock verbarg. „Einsschwere, schwere Last, auf die Schultern einer Schwester und einerMutter gelegt!"
„Ja, darin liegt ja eben das ganze Nebel. Zur Bestrafungjenes obdachlosen Jägers hatte ich mich ohne große Ueberwindungvorbereitet, denn der Mann hatte mir wenig Gutes gethan, undGott verzeihe mir, wenn ich ihm Unrechter Weise so viel Böseszutraute! Das heißt indessen nur, Schande zu der einen Thürmeiner Kammer 'rein bringen, um sie zu der andern wieder hinauszu treiben. Aber soll, wer meinen Sohn ermordet, ruhig und leerausgehen? Der Junge würde niemals Ruhe haben!"