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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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Ach, Jsinael, wir trieben die Sache zu weit. Wäre wenigergesagt worden, wäre es Wohl klüger gewesen! Dann wäre unserGewissen ruhig geblieben."

Esther," sagte der Gatte, indem er sich tadelnd, doch in seinerdumpfen Weise zu ihr umkehrte, es gab eine Stunde, mein Weib,wo Du dachtest, es sey eine andere Hand, welche dieses verruchteWerk gcthan?"

Freilich, freilich! Der Herr gab es mir ein,,als Strafe fürmeine Sünden! Aber seine Gnade blieb nicht lange aus, als derSchleier gelüftet worden. Ich sah in's Buch, Jsmael, und da fandich Worte des Trostes."

Hast Du das Buch zur Hand, Frau? Es könnte uns dochRath geben bei einem so schrecklichen Geschäft."

Esther suchte in der Tasche, und brachte bald das Fragmenteiner Bibel zum Vorschein, die so räuchrig und vergriffen war,daß die Schrift kaum mehr lesbar schien. Es war unter dem ge-lammten Gepäck des Squatters das einzige, was einem Bucheeinigermaßen ähnlich sah, und war von der Frau als melancholischesUeberbleibsel glücklicherer und wahrscheinlich auch fleckenloserer Tageaufbewahrt worden. Lange war es ihre Gewohnheit gewesen, darinnachzuschlagen, wenn die Umstände so drückten, daß menschlicheHülfe nicht leicht war, obgleich ihr Geist und ihre Entschlossenheitsehr selten Trost darin suchten, so lange noch irgend eines der ge-wöhnlichen Mittel unversucht geblieben. Auf diese Weise hatte Esthereine Art bequemen Bündnisses mit Gottes Wort geschloffen, indeuzsie es selten um Rath fragte, das heißt nur dann, wenn ihre eigeneUnfähigkeit, ein Uebel abzuwenden, allzuklar am Tage lag. Casuistenmögen entscheiden, wie weit sie in diesem Stücke anderen Gläubigenähnlich war; wir wollen in unserem Thema weiter fortgchen.

Es gibt manche furchtbare Stellen in diesen Seiten, Jsinael,"sagte sie, als sie den.Band öffnete, und die Blätter sich langsamDie Prairic. 3. Ausl. 33