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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
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Beide Häuptlinge waren jetzt gleich bewaffnet. Jeder hatteseinen Speer, seinen Bogen, Köcher, seine kleine Streitart und seinMesser; desgleichen ein Schild von Häuten, das zur Vcrtheidigunggegen einen Anfall mit diesen Waffen dienen mochte. Der Siourzauderte nun nicht länger, sondern ging tiefer in den Strom hinein,und landete auf einem Punkt des Eilandes, welches sein höflicherGegner deshalb frcigelaffen. Wäre Jemand da gewesen, nm Mah-toree's Gesicht zu bewachen, während er das ihn von dem furcht-barsten und verhaßtesten aller Gegner trennende Wasser kreuzte,hätte er wohl den Strahl einer geheimen Freude entdeckt, die durchdie Wolke brach, welche Schlauheit und herzlose Verrätherei übersein dunkles Antlitz verbreitete. Und doch gab es Momente, woer hätte glauben mögen, daß die Blitze in des Tetons Augen unddas Schnauben seiner Nüstern ihren Ursprung einem edlern undeines indianischen Häuptlings würdiger» Gefühle verdankten.

Der Pawnee hatte sich auf seine Seite der Sandbank zurück-gezogen, wo er mit Ruhe und Würde die Ankunft des Gegnerserwartete. Der Tcton kreiste ein oder zwei Mal auf dem festenBoden, die Ungeduld seines Rosses zu zügeln und seinen Sitz wiederordentlich einznnehmen, und dann ritt er in die Mitte des Platzes,und nöthigte den Andern durch eine höfliche Bewegung, sich zu nähern.Hart-Herz kam heran, bis er sich in gehöriger Entfernung fand, umeben gleich vortheilhaft Vorgehen oder umkehren zu könne». Hierhielt er an und blickte nun fest in das Auge des Gegners. Einelange und ernste Pause folgte dieser Bewegung, während welcherbeide ausgezeichnete Helden, die hier zum erstenmale, Stirn gegenStirn und die Waffe» in der Hand, sich trafen, ruhig auf ihrenPferden saßen, und sich gegenseitig wie zwei Krieger anschauten,die es wohl verstanden, die Verdienste eines edlen, wenn auch ver-haßten Feindes zu würdigen. Aber Mahtoree's Gesicht war weitweniger ernst und kriegerisch als das des Helden der Lonps. SeinSchild über die Schulter werfend, gleichwie um das Zutrauen des