unter Allen, der nicht gewußt hätte, seine Ungeduld unter der gewohnlichen Maske indianischer Selbstbeherrschung zu verbergen.Schnellen und eifrigen Blickes wachten sie auf den Ausgang, undkein einziger Ausruf des Staunens entschlüpfte ihnen, als sie sahen,wie sich bald darthun wird, daß ihres Häuptlings Unternehmeneben so leicht zum Frieden als zum Kriege fuhren konnte.
Mahtoree brauchte eben nicht lange Zeit, um seine Pläne denVertrauten mitzntheilen, welche er schnell wieder zu den klebrigenhinsandte. Der Teton trat etwas in den Strom hinein, und hieltstill. Hier erhob er die Hand mehrere Male, die Fläche nach aus-wärts, und machte verschiedene von den Zeichen, die als Pfandfreundlicher Gesinnungen unter den Einwohnern dieser Gegenden gelten.Dann, als wolle er seine Aufrichtigkeit dadurch bekunden, warf erdie Flinte zurück aisis Ufer, und ritt wieder tiefer in's Wasser, woer abermals stehen blieb, um zu sehen, wie der Pawnee seinenFriedensantrag annehmen würde.
Der schlaue Siour hatte seine Berechnungen auf die edle undehrliche Natur seines jünger» Rivals nicht falsch angelegt. Hart-Herz war fortwährend ans der Sandbank hin und her galoppirt,so lange die Feinde schossen und mit einem Angriff drohten, undzwar mit denselben stolzen und sicheren Mienen, womit er zuerst derGefahr entgegcngetreten war. Als er die wohlbekannte Gestaltdes Tetonhelden zuerst den Fluß betrete» sah, streckte er die Handtrinmphireud in die Höhe und schwenkte die Lanze; dann erhob erdas gellende Kriegsgeschrei seines Volkes, wie eine Aufforderung,daß er herankommeu solle. Als er aber die Zeichen des Waffen-stillstandes sah, verschmähte er es, ob auch wohl kundig aller Ver-räthereien, die bei den Kämpfen der Wilden Statt finden, wenigermännliches Vertrauen auf die eigene Kraft zu beweise», als die,welche der Gegner vor seinen Augen zur Schau trug. Nach dementferntesten Ende der Sandbank reitend, warf er die Flinte dortab, und kehrte dann ans den vorigen Stand zurück.