zucken. „Ich bi» jetzt so bereit, wie ich's morgen seyn werde.Obgleich es wohl eigentlich ein Tob ist, den ein ehrlicher Mannnicht zu sterben wünscht. Sich' auf den edlen Pawnee, Teton, undsteh', was aus einer Nothhaut werden mag, die den Herrn desLebens fürchtet und seinen Gesetzen folgt. Wie Viele Eures Volkeshat er in die fernen Prairien gesandt," fuhr er fort in einer Artfrommen Betruges, indem er dachte, daß, während die Gefahr ihmselbst drohe, wohl keine Sünde dabei sey, die Verdienste eines An-dern zu erheben. „So manchen heulenden Siour hat er erschla-gen, wie ein Krieger in offenem Felde, während Pfeile in der Luftschnellten, dichter als die Flocken des fallenden Schnees. Geh'!Darf Wcucha den Namen eines Feindes anssprechen, den er nochnie getroffen?"
„Hart-Herz!" schrie der Siour, indem er wüthend sich um-drehte und zu einem Todesschlag auf das Haupt seines Opfers aus-holte. Sein Arm fiel aber in die Höhlung der Hand des Gefange-nen. Einen Augenblick standen Beide wie verzückt in dieser Stel-lung, Weucha, durch den unerwarteten Widerstand gelähmt, derPawnee, den Kopf senkend, um nicht den Tod zu finden, und dochdabei auf's Gespannteste Achtung gebend. Die Weiber kreischte»im Triumph, denn sie glaubten, die Kraft des Gefangenen habeihn endlich verlassen. Der Wildsteller zitterte für die Ehre seinesFreundes, und Hector, wie bewußt dessen, was vorging, streckte dieNase auf in die Luft und heulte kläglich.
Aber der Pawnee zauderte nur für einen Augenblick. Dieandere Hand erhebend, ergriff er wie ein Blitz den Tomahawk,schwang ihn in die Luft, und Weucha sank nieder, den Kopf bisüber die Stirn gespalten. Dann mit der blutigen Waffe sich einenWeg hauend, schoß er durch die von den erschreckten Weibern ge-lassene Oeffnung hindurch, und schien mit einem Satz den Abhanghinunter zu springen.
Wäre ein Donnerkeil vom Himmel herab in die Tetonbande