glauben mußte», der erste Streich werde die ganze Waffe im Fleischbegraben, indessen sic doch so geschickt regiert wurde, daß sie nichtdie Haut berührte. Gegen diesen herkömmlichen Kunstgriff warHart-Herz völlig gleichgültig. Sein Auge starrte unverwandt undfest in die Lust, obgleich die ffimmerudc Art in ihren Schwingungeneinen Hellen Lichtstrahl vor seinem Gesicht beschrieb. Jetzt machteder schlaue Wilde einen zweiten Versuch. Er legte die kalteSchärfe auf das bloße Haupt seines Opfers und fing an, die ver-schiedenen Arten und Weisen zu beschreiben, wie ein Gefangenergeschunden werden könne. Die Weiber begleiteten höhnend seineGrausamkeiten, und versuchten aus den unbeweglichen Gesichtszügendes Pawnecs doch irgend einen Ausdruck der Natur hervor zusuchen. Aber angenscheinlich sparte er sich für die Häuptlinge unddie Momente der letzten Angst auf, wo die Kühnheit seines Geistessich ans eine, seinem hohen unbefleckten Rufe mehr zuträgliche Weisedarthun könne.
Die Augen des Wildstellers folgten jeder Bewegung des To-mahawks, als wäre er des Pawnces echter Vater, bis er zuletzt,unfähig seiner Entrüstung länger zu gebieten, ausrief:
„Mein Sohn hat seine Klugheit vergessen. Dies ist einniedrig gesinnter Indianer, der leicht zu einer Thorheit gebrachtwerden kan». Ich kann es nicht selbst thun, denn meine Glau-benslehre verbietet, daß ein sterbender Krieger seine Verfolgerschmähe, aber mit einer Rothhaut ist dies anders. Möge doch derPawnee bittere Worte sprechen, und damit einen leichten Tod er-kaufen. Ich will für den Erfolg stehen, vorausgesetzt, daß er gleichspricht, ehe die ernsten Männer ihre Weisheit brauche», um dieNarrheit dieses Thoren zu hemmen."
Der wilde Siour, welcher diese Worte hörte, ohne ihren Sinnzu verstehen, wandte sich gegen den Sprecher, und drohte ihmaugenblicklichen Tod für seine Frechheit.
„Frisch darauf, wie Du willst!" sagte der alte Mann ohne zu