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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
447
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durchaus unmöglich sey, daß zwei so berühmte Kampfhelden, dieso lange, um den Ruhm kämpfend, sich feindlich einander gegen-übergestanden, wie ihr Gefangener und ihr angeborener Führer,friedlich in demselben Stamme ausdauern sollten. Doch war LeBalafros Charakter noch immer so Ehrfurcht einflößend, und dasHerkommen, worauf er sich berufen, so geheiligt, daß Niemandauch nur seine Stimme gegen diese Maßregel zu erheben wagte.Sie warteten auf den AuSgang mit steigendem Interesse, aber imAeußern mit einer Kälte, welche ihre innere Unruhe verbergensollte. Aus diesem Zustande der Verwickelung und, wie man sichauch denken mag, einiger Spaltung, wurde der Stamm durch denentscheidenden Entschluß eines der beim glücklichen Ausgang derPläne des alten Häuptlings am allermeisten Betheiligten ganzunerwartet gerissen.

Während des ganzen vorhergehenden Auftrittes würde eSschwer gehalten haben, auch nur auf eine innere Bewegung desGefangenen aus seinen Zügen zu schließen. Die Erklärung seinerFreiheit hatte er mit derselben Gleichgültigkeit als den Befehl an-gehört, ihn an den Pfahl zu binden. Jetzt aber, wo der Momenterschienen war, wo er seine Wahl erklären sollte, sprach er der-gestalt, daß er bewies, die Tapferkeit, welche ihm einen so aus-gezeichneten Namen erworben, habe ihn in keiner Art verlassen.

Mein Vater ist sehr alt, aber Alles hat er noch nicht ge-sehen," sprach Hart-Herz mit so deutlicher Stimme, daß Alle umheres hören mußten.Er sah noch nie eine» Büffel sich in eineFledermaus verwandeln. Nie wird er sehen, daß ein Pawnee einSiour wird!"

Er sprach dieß zugleich mit einer Schnelle und Ruhe aus,welche die meisten Zuhörer sogleich davon überzeugte, daß seinEntschluß unveränderlich fest stehe. Le Balafrv's Herz schlug in-dessen ganz für den Jüngling, und so leicht ließ sich die einmalerzeugte Zuneigung des Alten nicht wieder zurückweisen. Er musterte