Druckschrift 
4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
424
Einzelbild herunterladen
 

424

Und auch mich," fuhr der Alte fort, indem er in der Zeichen-sprache, welche den Eingebornen hier fast eben so geläufig ist, alsdie articulirtc, zugleich so ausdrucksvoll redete, daß auch der Land-beuter, gegen den er sich dabei wandte, es verstehe» mußte,auchmich verlangt er, den kläglichen abgelebten Wildsteller."

Der Dahcotah legte seinen Arm um die Schulter des Alten,mit der Miene herzlicher Theilnahme, ehe er auf diese dritte undletzte Forderung erwiedcrte.

Mein Freund ist alt," sprach er,und kann nicht weit reisen.Er wird bei den Tetons bleibe», daß sie Weisheit lernen könnenaus seinen Worten. Welcher Siour hat eine Stimme, wie meinVater! Er lasse seine Worte sanft tönen, aber recht deutlich.Mahtorec wird Felle geben und Büffel. Den jungen Leuten vonden Bleichen-Gesichtern wird er Weiber gebe», aber er kann Nie-mand fortgebe», der schon in seiner Wohnung lebt."

Vollkommen selbstzufrieden mit seiner lakonischen Erwiederungschritt der Häuptling jetzt auf die seiner harrenden Rathsvcrsamm-lung zu, als er sich plötzlich wieder umdrehte, und den Waidmannbei der Nebersetznng, mit der er beschäftigt war, folgendermaßenunterbrach:

Sage dem großen Büffel (denn so hatten die Tetons JsmaelBusch auf ihre Art getauft), daß Mahtoree eine Hand hat, welcheimmer offen ist. Sieh'," fugte er hinzu, indem er auf das herbeund runzlige Gesicht der aufmerksamen Esther deutete,sein Weibist zu alt für solchen großen Häuptling. Er soll sie aus seinemHause weisen. Mahtoree liebt ihn, wie seinen Bruder. Er istsein Bruder. Er soll das jüngste Weib der Tetons haben. Ta-chechana, der Stolz der Siourmädchen, soll sein Wildpret kochen,und mancher Tapfere wird auf ihn mit verlangendem Blicke schauen.Sieh', ein Dahcotah ist großmüthig."

Die seltsame kalte Ruhe, mit welcher der Teton seinen kühnenVorschlag beschlossen, verwirrte selbst den erfahrenen Wildsteller.