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sie bei der Unbeständigkeit des traurigen Zustandes aller Weiberunter den Wilden von nun an zu erdulden vom Schicksal verur-teilt war. Ist es nicht aber eben so bei der Pflanze? Wie sieauch nachher wachse und gedeihe, wo der Mehlthau einmal undfrüher gewesen, bleiben die Spuren in Ewigkeit.
Zuerst beraubte sich Tachechana aller der rohen, doch hochgeschätzten Zierrathe, mit welchen einst ihres Gatten Freigebigkeitsie überhäuft hatte; und das geschah nicht mit Ungestüm, ja selbstohne Murren, als gelte es nur, um Jnez Ueberlegeuhcit anzu-erkennen. Sie zog die Armbänder von ihren Handgelenken, dieverschlungenen Kugelkränze von ihren Schenkeln, und das breiteSilberband von der Stirn. Dann hielt sie lange und schmerzlichinne. Ja es schien, daß der einmal genommene Entschluß vonkeinem zarteren Gefühle, und sey es noch so natürlich und dringend,könne überwunden werden; denn den Knaben selbst legte sie ihrermuthmaßlichen Nebenbuhlerin zu Füßen, und wohl konnte die sodurch sich selbst erniedrigte Tetonfrau mit Recht glauben, nun seyihr Opfer ganz vollbracht.
Während Jnez und Ellen mit verwunderten Augen diese selt-same» Bewegungen betrachteten, sprach eine leise, sanfte musikalischeStimme in einer für sie unverständliche» Sprache:
„Eine fremde Zunge wird meinen Knaben lehren, wie er einMann werden soll. Er wird neue Laute hören, aber er wird sielernen und die Stimme seiner Mutter vergessen. Es ist der Willedes Wahcondah, und ein Siourmädchen soll nicht klage». Sprichsacht zu ihm, denn seine Ohren find sehr klein ; wenn er groß seynwird, daun kannst Du lauter reden. Laß ihn ja nicht ein Mädchenseyn, denn das Leben der Frauen ist sehr traurig. Lehre ihn Achthaben auf die Männer. Zeige ihm, wie er Die strafen muß, dieihm unrecht thun, und laß ihn nie vergessen, Schlag um Schlagzu versetzen. Wenn er zur Jagd geht, so muß ihm die Blumeder Bleichen-Gesichter" — hier benutzte sie, den bittern Gefühlen