Antilope, bald ini gemäßigter» Schriet und mit größerer Würdein Bewegung und Miene.
Begierig, sich noch mehr in Dingen zu unterrichten, welchemit seinen eigenen Entwürfen für die Zukunft in Verbindungkommen konnten, suchte der alte Mann de» Fade» des Gesprächsmit ihm wieder anznknüpfc». Dem zu folge gab er durch einevielsagende Geberde zugleich diesen Wunsch und die Fortdauer seinerfriedlichen Gesinnung zu erkennen. Dem durchdringenden Augedes Indianers entging die doppelte Ncußcrung keineswegs; jedochverstrich einige Zeit, bevor er die Sache mit sich selbst überlegtund entschieden zu haben schien, ob ihm die Klugheit wohl erlaube,sich wieder ganz in die Nähe einer Gruppe zu wagen, die ihm anMachtmitteln so sehr überlegen, folglich im Stande war, sobaldsic es wollte, über sein Leben, wenigstens über seine Freiheit, zugebieten. Als er aber, nach Verlauf von einiger Zeit sich ent-schloß, sich dem Andern zu nähern, geschah cs mit einem seltsamenGemisch von Trotz und Mißtrauen.
»Es ist weit von hier bis zum Dorfe der Loups," sagte er,seinen Arm absichtlich nach einer'Gegend anSstreekeiid, welche der-jenigen ganz entgegengesetzt lag, von der der Waidmann wohlwußte, daß sie der Wohnort des Stammes war, „und der Wegdahin hat sehr viel Krümmungen. Was sagt der Lang-Messerdazu, und weswegen wünscht er dies zu wissen?"
,,Ja wohl, krumm genug!" murmelte der Wildstcllcr aufEnglisch, „wenn wir nach dieser Richtung dahin gelangen wollen;aber nicht halb so sich windend, als die Vcrschlagcnheir eines In-dianischen GemüthS . . ." Dann, Indianisch: „Sage mir, meinBruder, ob die Häuptlinge der Pawnees fremde Gesichter gern inihren Wohnungen sehen?"
Der junge Krieger bog sich mit Anmnth, aber nur leicht überden Sattelknopf, indem er mit ernster Würde erwiederte:
„Hat jemals mein Volk vergessen, dem Fremden Speise zu reichen ?"