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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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de» Zähnen,ich würde ihn auf immer der Sorge für Deinzartes Gewissen enthoben haben!"

Ach, Middleton, fuhr sie und zwar erröthend fort, indemsie ihm, ohne ihn ganz verstanden zu haben, in sein blutrothesAntlitz sah,Du kannst wohl meine Gelübde empfangen, hastaber keinesweges die Macht, mich davon zu entbinden!"

Nein, nein, nein, Jnez! Du hast ganz recht. Ich verstehemich schlecht auf Gewiffenszweifel und Spitzfindigkeiten; ich binAlles in der Welt eher als ein Priester. Sage mir aber, washat die Ungeheuer vermocht, ein so verzweifeltes Spiel mit Dirzu beginnen, und mir meinen Himmel zu rauben?"

Du weißt, wie unwissend ich in allen Welthandel»'und Ge-schäften bin, und wie wenig im Stande, die Gründe anzugeben,welche Wesen, die von denen, die ich früher gesehen habe, sohimmelweit verschieden sind, haben können. Bringt aber die Liebezum Golde manchen Menschen nicht zu noch schändlicheren Hand-lungen als diese? Ich will glauben, der Gedanke hat sie geleitet,daß ein alter reicher Vater versucht werden könnte, ihnen für seinKind ein schweres Lösegeld zu zahlen; vielleicht auch," setzte siemit einem spähenden Blick hinzu, der aus ihren thränendcn Augenauf Middleton fiel,vielleicht auch bildeten sie sich ein, die zarteLiebe eines Bräutigams würde. . . ."

Gewiß, sic hätten mir mein Lebensblut tropfenweise abzapfenkönnen!"

Ja," fuhr die junge verschämte Gattin fort, den verstohlenenBlick, den sie auf ihn gewagt hatte, schnell zurückziehend, undeben so schnell ihre Rede fortsetzend, als wolle sie das Gesagte beiihm in Vergessenheit bringen,es ist mir versichert worden, daßes selbst Ehemänner gibt, welche die Niederträchtigkeit so weittreiben, vor dem Altar Gelübde abzulegen, nur um sich in denBesitz des Vermögens unschuldiger leichtgläubiger Bräute zu setzen.Kann Liebe zum Golde zu solchem Grade von Schlechtigkeit führen.