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Jsmael stand mit verschränklen Armen, immer Acht auf Allesgebend, waS vorging und noch Vorgehen sollte. Als alles vorüberwar, nahm er sein Käppchen ab, sich gegen die Söhne verneigend,und ihnen für die geleisteten Dienste dankend, mit einer Würde, dieauch einem weit »ntcrrichtetcren und bester erzogenen Manne nichtübel angcstanden hätte. Während des ganzen traurigen, dabeifeierlichen und lehrreichen Vorgangs hatte er sich durchaus ernstund bedächtig benommen. Auf seinen starken Zügen lag die Falteund der Ausdruck des tiefen Gefühls; seine Miene verläugnete sichkeinen Augenblick. Nur als er dem Grabe den Rücken zukchrte,und auf immer von seinem Erstgebornen Abschied zu nehmen glaubte,regte sich die Natur mächtig in ihm, und die Muskeln seines Ge-sichts fingen an, sichtbar zu arbeiten. Die Kinder hefteten ihreAugen auf die seinigen, als wollten sie in ihnen einen aufklärendenGrund von dem, was sie selbst in diesem Augenblick empfanden,lesen. Aber der Vater ließ ihnen nicht Zeit dazu; sein innererKampf hörte Plötzlich auf, sich von Außen kund zu geben; er er-griff die immer noch auf dem Boden liegende Esther bei'm Arm,hob sie auf, wie ein leichtes Kind, und sagte mit einer Stimme,worin ein genauer Beobachter mehr Güte und Sanftmuth als inseiner gewöhnlichen, gefunden haben würde:
„Esther, wir haben nun Alles gethan, was ein Mann undein Weib thun können. Wir haben den Knaben groß gezogen;wir haben ihn zu Einem gemacht, der auf der Grenze von Amerikawenige seines Gleichen hat; jetzt haben wir ihm ein Grab gegeben.Komm', laß uns gehen!"
Die Mutter zog langsam den Blick von der frisch aufgewühltenErde ab, legte ihre Hände auf des Mannes Schultern, sah ihmeine Minute lang ängstlich in's Gesicht, che sie noch ein Wort Vor-bringen konnte, und brach dann mit tiefer, bebender, halberstickterStimme aus:
„Jsmael! Jsmael! Du schiedest von dem Jungen im Zorne!"