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seyn," entgegnete ruhig der Wildsteller. „Es war wohl einmalein Tag, wo mein Blut dem Deinen glich, zu schnell und zu heiß,um ruhig in den Adern zu rinnen. Was hilft es aber, zu sprechendom thörichten Nebermuth der Jugend, Lei meinen Jahren! Eingraues Haupt soll aber ein vernünftig Hirn bedecken und nicht dieZunge eines Prahlers in sich schließen."
„Wahr, wahr," flüsterte Ellen, „und wir muffen jetzt auf andereDinge Acht haben! Da kommt der Indianer, uns auszufragen."
Das Mädchen, deren Furcht ihre Ahnungsgabe gestärkt hatte,täuschte sich nicht. Sie sprach noch, als ein hoher, halbnackterWilder sich ihnen näherte. Nachdem er die Gruppe, so viel es dasungewisse Licht erlaubte, genau, ungefähr eine Minute stillschweigendgemustert, begrüßte er sie auf gewöhnliche Art in den rauhen Kehl-lauten seiner Sprache. Der Wildsteller antwortete so gut er konnte,und wurde, wie es schien, vollkommen verstanden. Allem Vorwurfder Pedanterie zu entgehen, wollen'wir den Inhalt, und, so gut esgeht, auch zugleich die Form des Dialogs in unsercrSprache mitthcilen.
„Haben die bleichen Gesichter ihre eigenen Büffel aufgegeffe»,und die Häute aller ihrer eigenen Biber abgezogen," fuhr derWilde fort, nachdem er die übliche Pause, welche dem ersten Grußefolgen muß, verstreichen lassen, „daß sie nun kommen, um zu zählen,wie viel bei den Pawnees übrig geblieben?"
„Einige von uns sind hier um einzukaufe», und Andere umzu verkaufen," erwiederte der Wildsteller; „aber keiner wird unsNachkommen, wenn sie hören, es ist nicht gut nahe kommen denWohnungen eines Siour!"'
„Die Siour," entgegnete der Wilde, „find Diebe und sie lebenim Schnee. Was geht uns ein Volk an, das so fern wohnt, dawir im Lande der Pawnees sind?"
„Wenn den Pawnees dies Land gehört, dann haben Weißeund Rothe gleiches Recht."
„Haben denn die weißen Gesichter nicht genug gestohlen vonDie Prairic. g. Anfl. 4