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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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oder vielleicht träumt er auch. Ich hatte Euch einen Hund inKentucky, der sprang auch nach der längsten Jagd aus tiefemSchlafe auf, und auf nichts als einen blosen Traum. Geh' hinund kneipe ihn iu's Ohr, daß das Thier sein Leben fühlt."

Nicht so nicht so," erwiedcrte der Wildsteller und schüttelteden Kopf, als verstehe er sich besser auf die Eigenschaften seinesHundes.Junge schlafen; ja, und träumen auch, aber das Alterist immer wachsam. Dem Thiere kommt nie was falsches in die Nase,und eine lauge Erfahrung lehrt mich, aus seine Warnungen zu achten."

Schicket Ihr ihn je auf die Spur von Aas?"

Ich muß sagen, die Nanbthiere haben mich manchmal ver-sucht ihn loszulassen, denn zu ihrer Zeit sind sie so gierig, wie dieMenschen nach Wildpret; aber dann wußte ich auch, das verständigeThier würde schon seinen Weg finden. Nein nein, Hector istein Thier, daS die Wege der Menschen kennt, und wird nie aufeine falsche Spur gerathen, wo er einer richtigen nachgehen kann."

Nun, da haben wir ja das Geheimniß; Ihr habt das Thierauf eine Wolfsfährte geschickt und seine Nase hat ein besseresGedächtniß als sein Herr!" sagte lachend der Bieuenjäger.

Ich habe die Kreatur stundenlang schlafen gesehen und sieliefen zu Rudel an ihm vorüber. Ein Wolf konnte aus seinemTrog essen, und er knurrte nicht, es wäre denn Mangel eingetreten;denn dann hätte Hector freilich auf sein Recht bestanden."

Es sind Panther herabgekommen von den Bergen; ich sahbei Sonnenuntergang einen davon auf einen kranken Hirsch los-schießen. Geht ruhig, Vater, zum Hunds zurück, und sagt ihm dieWahrheit, in einer Minute will ich"

Hier ward er durch ein langes, lautes und klägliches Geheuldes Hundes unterbrochen. Es klang in der Abendluft, als obirgend ein Geist der Haide Klagetöne ausstieße, und verlor sichweiter in die Steppen, bald lauter, bald leiser wogend, ungefährwie die Oberfläche der Haide selbst. Der Wildsteller ward stumm