Druckschrift 
4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

30

sie es sey, wandte er sich mit einer Schnelle und Ungeduld, dievon seinem Interesse dabei zeugte, zu einer ähnlichen Prüfungihres Gefährten.

Aus welcher Wolke seyd Ihr, mein guter alter Mann,herabgefalleu," sagte er in einer so offenen, treuherzigen Weise,die nicht erlogen seyn konnte.Oder lebt Ihr wirklich hier inden Haiden?"

Ich habe lange auf Erden gelebt, und niemals, hoffe ich,dem Himmel näher als in diesem Augenblick," erwiederte der Wild-sieller.Meine Wohnung, wenn mau das eine Wohnung nennenkann, ist nicht weit entfernt. Kann ich mir nun auch die Freiheitgegen Euch erlauben, die Ihr Euch so offen gegen Andere ge-nommen habt? Wo kommt Ihr her, und wo ist Eure Heimath?"

Sachte, sachte; wenn ich mit meinem Katechismus zu Endebin, wird es Zeit seyn, mit dem Euren anzufangen. Wonach jagtIhr, mein guter Mann, bei Mondenlicht? Zu einer solchen Stundegeht es doch nicht auf die Büffel los?"

Ich komme, wie Ihr seht, aus einem Lager von Reisenden,welches dort oberhalb jener Landwelle liegt, und gehe nach meinereigenen Hütte. Daran thue ich Niemanden Unrecht."

Alles schön und wahr. Und Ihr nähmet dieses junge MädchenEuch den Weg zu zeigen, weil sie ihn so gut kennt, und Ihr sowenig davon wisset?"

Ich traf sie, so wie Euch, durch Zufall. Denn zehn mühe-volle Jahre habe ich auf diesen offenen Feldern gewohnt, und nievor diesem Abend stieß ich aus menschliche Wesen mit weißer Hautzu solcher Stunde. Stört meine Anwesenheit hier, so thut es mirleid, , und ich will meines Weges gehen. Es ist mehr als wahr-scheinlich, daß wenn Eure junge Freundin ihre Geschichte erzählthat, Ihr der meinigen besser glauben werdet."

Freund!" sprach der Jüngling, indem er eine Pelzmützeabzog, und mit den Fingern langsam durch die dichten, schwarzen