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Der Wildsteller blickte eine Weile auf ihre ängstlichen underschreckten Züge, und setzte dann seine Flinte auf de» Boden, wieEiner, der seinen Vorsatz plötzlich geändert hat.
„Nein," sagte er, mehr zu sich, als zu seiner furchtsamenGefährtin, „sie hat Recht; cs braucht kein Blut, um Eines Lebenzu retten, der nicht mehr dafür taugt und bald abgerufsn wird.Laß ihn heran kommen. Laß ihn kommen; meine Felle, meineSchlingen und selbst meine Flinte soll ihm gehören, wenn er esWerth hält, sie zu fordern."
„Er wird sie nicht fordern, er braucht sie nicht," erwiedertedas Mädchen; „als ein ehrlicher Man» ist er mit der eigenenzufrieden, und verlangt keines Fremden Eigcnthum."
Der Wildsteller hatte keine Zeit, sein Erstaunen über so un-zusammenhängende und sich widersprechende Rede» auszudrücken,denn der Mann war so nahe gekommen, daß er nur noch fünfzigSchritte von ihnen entfernt stand. — Inzwischen hatte Hectorkeinen gleichgültigen Zeugen des Vorfalls abgegeben. Beim Schallder fernen Fußtritte war er von dem warmen Lager zu Füßenseines Herrn aufgesprungen, und schlich, als der Fremde ihnen freientgegen kam, langsam auf ihn zu, indem er sich aus die Erdeschmiegte, wie der Panther, der seinen Sprung thuu will.
„Ruft Euren Hund zurück!" rief eine feste, tiefe, männlicheStimme, mehr im Tone der Freundschaft als der Drohung. „Ichliebe die^Hunde, und es sollte mir leid thun, müßte ich dem ThiereWas zufügen."
„Hörst du, mein Hund, was er von dir sagt?" sprach derWildsteller, „komm her, Narr. Sein Knurren und Klaffen, dasist alles, was ihm übrig geblieben. Kommt nur näher, Freund,der Hund hat keine Zähne."
Der Fremde benutzte sogleich die Nachricht. Eilig sprang erheran, und stand im nächsten Augenblick an Ellen Wade's Seite.Nachdem er sich durch einen schnellen scharfen Blick überzeugt, daß