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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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Drittes Kapitel.

Za, ja! Du bist in deinen, Zorn ein so hitziger Bursch,als einer in ganz Italien; eben so ungestüm in deinemZorne, und eben so zornig in deinem Ungestüm.

Romeo »nd Julie.

Obgleich der Wildsteller einiges Erstaunen verrietst, als ereine andere menschliche Gestalt ihnen näher kommend gewahrte,und das noch dazu von einer, dem Lagerplatze des Auswanderersganz entgegengesetzten Seite, so geschah dies doch mit der Festigkeiteines Mannes, der längst an gefährliche Auftritte gewöhnt war.

Dies ist ein Mann," sprach er,und einer mit weißem Blutin den Adern, oder sein Tritt wäre leichter. Es ist gut, auf'sSchlimmste gefaßt sey», da alle die Mischlinge,* welche Einem indiesen entfernten Strichen begegnen, weit barbarischer find als diewirklichen Wilden."

Während er das sprach, hob er die Flinte auf, und prüftemit dem Finger den Stein,und das Zündpulver. Aber sein Armwurde, gerade während er anlegen wollte, von den ängstlichen undzitternden Händen seiner Gefährtin festgehalten.

Um Gotteswillen nicht zu schnell," sprach sie,es mag einFreund sehn, ein Bekannter, ein Nachbar."

Ein Freund?" wiederholte der alte Man», indem er sichnachdenklich von ihrem Anfafscn losmachte.Freunde sind seltenin jedem Lande, und hier vielleicht seltener als irgend wo; auchmacht die spärliche Nachbarschaft ringsum cs nicht wahrscheinlich,daß Der, der da auf uns zu kommt, selbst nur ein Bekannter ist."

Wär's auch ein Fremder, weshalb sein Blut?"

* Die Mestizen, Sprößlinge indianischer Mütter und weißer Väter, habenviel von der Verderbtheit der Civilisation, ohne die guten Eigenschaftender Wilden.