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nicht ganz zusammengefallen. Sehnen und Muskeln, einst Zeugengewaltiger Kraft, waren, obgleich zusammengeschrumpft, noch immersichtbar, und seine ganze Figur sprach von einer Ausdauer, die,stünde nicht die wohlbekannte Gebrechlichkeit alles Menschlichen imWege, Trotz geboten hätte allen weiteren Fortschritten der Hin-fälligkeit. Sein Anzug bestand größtentheils aus Thierfellen, dierauhe Seite nach außen. Jagdtasche und Horn hingen ihm vonder Schulter herab, und er lehnte sich aus eine Flinte von un-gewöhnlicher Länge, die aber, »wie ihr Eigenthümer, von einemlangen und scharfen Dienst zeugte.
Als die Gesellschaft diesem einsamen Wesen näher kam, so daßman sich gegenseitig hören konnte, tönte ein heiseres Geheul ausdem Grase zu seinen Füßen, und dann erhob sich ein großer,magerer, zahnloser Hund lässig vom Lager, und indem er sichschüttelte, schien es, als wolle er sich dem Näherkommen derReisenden widersetzen.
„Nieder! Hector, nieder!" rief sein Herr, mit einer schon einwenig zitternden und vor Alter bohlen Stimme: „was hast Duzu schaffen mit Leuten, die in ehrlichem Beruf reisen?"
„Fremder, wenn Ihr gehörig bekannt seyd hier in der Gegend,"sprach der Führer der Emigranten: „so könnt Ihr Wohl einemReisenden sagen, wo er den Nothbedarf für die Nacht findet."
„Ist das Land denn schon voll auf der andern Seite desgroßen Stromes?" fragte der alte Mann feierlich, und ohnescheinbar auf die Frage des Andern zu hören; „oder weshalb seheich ein Antlitz, von dem ich nie geglaubt, daß ich es wiedersehen sollte?"
„Freilich ist noch Lälid drüben, aber nur für die, die nochGeld haben, und eben nicht schwierig find bei der Wahl," ent-gegnete der Fremde, „aber für meinen Geschmack ist's schon zu vollRüben. Wie weit ist's wohl von hier bis zu dem nächsten Punktam großen Flusse hinter uns?"