„Habt keine Sorge um Lcderstrnmpf, Kinder; ich bin inGvtteS Hand, der mich wohl zu einem glücklichen Ende führenwird. Ich verkenne Eure gute Absicht nicht; doch unsere WeisenPassen nicht zusammen. Ich liebe die Wälder und ihr habt Freudean der Gesellschaft der Menschen; ich esse und trinke, wenn michhungert oder dürstet, und ihr habt dafür bestimmte Stunden undRegeln. Ja, ja, Junge, Ihr überfüttert aus Purem Wohlmeinensogar die Hunde, und ein Jagdhund muß mager sehn, wenn ergut laufen soll. Das geringste von Gottes Geschöpfen Hai eineBestimmung, und ich bin für die Wildniß geschaffen; wenn Ihrmich also liebt, so laßt mich hinzichen, wohin meine Seele verlangt."
Diese Berufung war entscheidend, und kein Wort der Bittewurde mehr gesprochen, um ihn zum Bleiben zu veranlassen.Elisabeth senkte zwar ihr Haupt auf ihre Brust, während ihrGatte einige Thränen in seinem Auge zerdrückte und mit Händen,die ihm fast den Dienst versagten, sein Taschenbuch hervorzog, ausdem er ein Päckchen Banknoten nahm und sie dem Jäger überreichte.
„So nehmt dieß," sagte er, „so nehmt wenigstens dieß.Verwahret sie wohl auf Euerm Körper — sie werden Euch in derStunde der Noth gute Dienste thun."
Der alte Mann nahm das Papier und betrachtete es mitneugierigen Augen.
„Das ist also von dem neumodischen Geld, das sie in Albanyaus Papier machen? Aber dem, der es nicht zu lesen versteht,kann es von keinem sonderlichen Werth sehn. Nein, nein. Junge —steckt es nur wieder zu Euch, denn mir würde eS nichts nützen. Eheder Franzose abreiste, Hab' ich seinen Pnlvervorrath an michgebracht, und wo ich hingehe, soll, dem Vernehmen nach, dasBlei wachsen; ich brauche daher nichts weiter, als Kugelpflaster,und dazu habe ich von jeher Leder genommen. Madame Efstngham,kaffen Sie einen alten Mann Ihre Hand küssen. GotteS besterSegen möge Sie und die Ihrigen begleiten."