„Aber John! was soll aus John werden?" rief Edward».„Können wir den alten Krieger dein sichern Tode preisgeben?"
Die Augen Natip'S folgten der Richtung von Edwards Fingerund erblickten den Indianer, der noch immer wie früher dasaß,obschon sich bereits die Erde unter seinen Füßen im Feuer ver-zehrte. Der Jäger näherte sich unverzüglich der Stelle und sagtein der Sprache der Delawarcn —
„Auf und fort, Chingachgook! Willst Du hier bleiben und-verbrennen, wie ein Mingo am Pfahle? Die Herrenhuter haben Dichhoffentlich etwas Besseres gelehrt. Gott steh' mir bei, das Pulverist zwischen seinen Beinen loögegaugen und hat die Haut seinesRückens geröstet. Willst Du kommen, frage ich? Willst Du folgen?"
„Warum sollte Mohegan gehen?" erwiederte der Indianerdüster. „Er hat die Tage eines Adlers gelebt und sein Auge wirdtrübe. Er sieht in das Thal, er sieht auf das Wasser, er siehtin die Jagdgründe — aber er sieht keinen Delawaren. Jeder hateine weiße Haut. Meine Bäter rufen ans dem fernen Lande:komm! Meine Weiber, meine jungen Krieger, mein Stamm —alles ruft: komm! Der große Geist sagt: komm! Laßt Mo-hegan sterben."
„Aber Du vergißst Deinen Freund —" rief Edwards.
„Es ist nutzlos, zu einem Indianer zu sprechen, wenn er denTod vor Augen hat. Junge," unterbrach ihn Natty, indem er dieStreifen der Decke ergriff und mit wunderbarer Gewandtheit denleidenden Häuptling auf seinen eigenen Rücken band. Dann wandteer sich um, und mit einer Kraft, die nicht allein seinen Jahren, son-dern auch seiner Bürde Trotz zu bieten schien, ging er in derselbenRichtung, in welcher er hergekommen war, voran. Kaum hatten siedie Terrasse verlassen, als einer der abgestorbenen Bäume, der schonseit einer Minute gewankt, über die Stelle, wo sie eben gestandenhatten, stürzte und die Luft mit seinen Funken erfüllte.
Ein solches Ereigniß war schon im Stande, die Schritte der