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Natty horchte auf die Anklage mit großer Aufmerksamkeit,wobei er sich mit einem Ernste, welcher seine tiefe Theilnahme ver-rieth, gegen den Vorleser verbeugte — und als dieser fertig war, richteteer sich mit einem tiefen Seufzer seiner ganzen Länge nach auf. AllerAngen waren dem Gefangenen zugekehrt, von dessen Stimme man ver-geblich erwartete, sie würde das Schweigen in der Halle unterbrechen.
„Ihr habt gehört, was man vor der großen Jury gegen Euchvorgebracht hat, Nathanael Bumppo," sagte der Richterz „Washabt Ihr gegen die Klage geltend zu machen?"
Der alte Mann ließ nachdenkend seinen Kopf sinken, erhobihn aber bald wieder und lachte, ehe er antwortete:
„Ich kann nicht in Abrede ziehen, daß ich mit dem Mensche»ein bischen rauh nmgegangen bin; aber daß ich von all den Dingen,von welchen der Herr da gesprochen hat, hätte Gebrauch machenwollen, ist in seinen Hals hinein gelogen. Ich bin in meinemAlter kein sonderlicher Ringer mehr; aber als ich unter den Schot-tischirländern war — wartet ein wenig — es muß wohl um daserste Jahr des alten Krieges gewesen seyn — —"
„Herr Lippet, wenn Ihr der Advokat des Gefangenen seyd,"fiel Richter Temple ein, „so belehrt Euren Clienten über das, wasvon ihm verlangt wird. Andernfalls wird ihm der Gerichtshofeinen Rechtsbeistand zuweisen."
Durch diesen Aufruf in dem Studium der Klagschrift unter-brochen, stand der Nechtsgelehrte auf, besprach sich eine Weile leisemit dem Jäger und erklärte sodann gegen den Gerichtshof, daß siebereit seyen fortznfahren.
„Seyd Ihr schuldig, oder nicht schuldig?" fragte der Richter.
„Ich kann mit gutem Gewissen sagen, daß ich nicht schuldigbin," versetzte Natty; „denn es kann von keiner Schuld die Redeseyn, wenn man thüt was recht ist; und ich hätte mich lieber aufder Stelle umbringen lassen, ehe ich ihm erlaubt haben würde,in jenem Augenblick seinen Fuß in meine Thüre zu setzen."