Richard richtete sich bei dieser Erklärung auf, und heftete einenBlick auf Hiram, den dieser mit einer leichten Bewegung seinerAugenbraunen erwiederte.
„Fahrt in der Sache fort, Herr Distriktsanwalt/' sprach derRichter. „Sekretair, tragt die Erklärung des Angeklagten ein."
Nach einer kurzen Anrede von Seiten Herrn Van der Schools«urde Hiram Var die Schranks gefordert, um sein Zeugniß ab-zulegen. Es war vielleicht buchstäblich wahr, aber mit all jenercaptntio bonovolontin verklausnlirt, welche sich in Sätzen, wie„keine schlimme Absicht", „Pflichtgefühl als obrigkeitliche Person",und „Augenzeuge, wie der Constable in der Ausübung seines Amtesgehemmt wurde", ausdrücken ließ. Als dieß geschehen war und derDistriktsanwalt auf keinem weiteren Berhöre bestand, erhob sichHerr Lippet mit inquisitorischer Miene und stellte folgende Fragen:
„Seyd Ihr ein Constable dieses Bezirks, Sir?"
„Nein, Sir," Versetzte Hiram; „ich bin bloß ein Friedens-richter."
„Ich frage Euch, Herr Doolittle, im Angesichte dieses Gerichts-hofes, bei Eurem Gewisse» und Eurer Gesetzeökenntniß, ob Ihr«in Recht hattet, in die Wohnung dieses Mannes zu dringen?"
„Herr!" räusperte sich Hiram, in dessen Innerem sich einheftiger Kampf zwischen seiner Rachsucht und der Achtung seinesRufs als Gesetzmann erhob; „ich glaube — daß in — das heißt— dem strengen Recht nach — unter der Voraussetzung — viel-leicht kein eigentliches — gesetzliches Recht vorhanden war; —aber wie die Sache lag — und Billy nicht Vorwärts wollte —so dachte ich, ich dürfe mich wohl darein legen."
„Ich frage Euch noch einmal, Sir," fuhr der Rechtsgelehrte,seinen Vortheil verfolgend, fort, „ob dieser alte — dieser freund-kose alte Mann Euch wiederholt das Eintreten verbot oder nicht?"
„Je nun, ich muß gestehen," sagte Hiram, „daß er gewaltigtviderhaarig war — nicht, was ich freundlich nenne; während er