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der Hämmer zu horchen, die vom Thale herauf tönten und dieMerkzeichen menschlichen Treibens unter die Scenen der Naturmischten, als Elisabeth plötzlich mit dem Aufrufe zusammenfuhr —
„Horch! ich höre ein Kind auf diesem Berge schreien. Istetwa eine Lichtung in der Nähe? oder sollte sich vielleicht einKleines von seinen Aeltern verirrt haben?"
„So etwas kömmt oft vor," versetzte Luise. „Wir wollenden Tönen nachgehen. Vielleicht ist's ein Wanderer, der in denBergen verschmachtet."
Durch diesen Gedanken angetriebcn, folgten die Mädchen mitraschen und ungeduldigen Schritten den dumpfen und kläglichenTönen, die aus dem Walde hervor drangen. Mehr als einmalstand die voraneilende Elisabeth im Begriffe, auszurnfen, sie seheden Nothleidendcn, als plötzlich Luise ihren Arm erfaßte und mitdem Ausrufe hinter sich wies —
„Sehen Sie ihren Hund an!"
Brave war, seit ihn die Stimme seiner jungen Gebieterin»aus der Hütte gelockt hatte, bis auf diese» Augenblick nicht vonihrer Seite gewichen. Sein vorgerücktes Alter hatte ihn schonlängst seiner Rührigkeit beraubt; und wenn die beiden MädchenHalt machten, um die Landschaft zu betrachten, oder ihre Blumen-sträuße zu vergrößern, so Pflegte sich der mächtige Bullenbeißerauf die Erde zu legen, indem er mit halb geschloffenen Augen undeiner Trägheit in seinem ganzen Wesen, welche übel zn demCharakter eines Beschützers paßte, ihre Bewegungen beobachtete.Als aber Miß Temple bei Luisens AuSrus sich umwandte, be-merkte sie, daß der Hund seine Augen scharf auf irgend einenfernen Gegenstand heftete, während er den Kopf zur Erde senkteund seine Haare, sey es nun aus Furcht oder Zorn, sich sträub-ten. Wahrscheinlich war das Letztere der Fall, denn er ließ eindumpfes Knurren vernehmen, wobei er hin und wieder in einerWeise, welche seine Gebieterin erschreckt haben würde, wenn sie