Besprechung mit Edwards gewesen, sich gelegt hatte, ergingen sich dieMädchen in einer ihrem Charakter entsprechenden, harmlosen undheiteren Unterhaltung.
Der Psad führte sie in nur kurzer Entfernung über Leder-sirumpfs Hütte hin, bei welcher Gelegenheit sie auf eine Stelleirnfen, von der aus sich ihnen eine Vogelperspektive über diesenabgeschiedenen Ort aufthat.
In Folge eines so natürlichen als mächtigen Gefühls hatte eskeine der beiden Freundinnen je gewagt, in ihren häufigen, ver-traulichen Gesprächen nur eine Silbe über die zweideutige Stellungzn äußern, in welcher der junge Mann, der nun in so inniger Ver-bindung mit ihnen stand, gesunden worden war. Mochte cs auchdem Richter Temple klug gedünkt haben, um seinetwillen Nachfragenanzustelle» — jedenfalls hatte er cS für paffend erfunden, das Er-gebniß derselben für sich zu behalten, obgleich es wiederum kein un-gewöhnliches Ereigniß war, wohlerzogene junge Leute aus den öst-liche» Staaten in jeder Stellung, welche ein Auskommen versprach,zn finden, so daß die augenscheinliche Armuth des mit Kenntnissengut ausgestatteten Jünglings zu solch einer Zeit und in einemsolchen Landstriche kein besonderes Aufsehen erregen konnte. Nichtganz derselbe Fall war es jedoch hinsichtlich seiner Erziehung undAbkunft; aber Edwards hatte sich hier durch sein abgemessenes, hinund wieder sogar barsches Benehmen gegen zudringliche Fragen sowirksam geschützt, daß der Richter, als sich seine Sitte» mit derZeit zu mildern schienen, (wenn ihm dieser Umstand überhaupt auf-fiel,) recht wohl auf die Vermuthung kommen konnte, es sey dießdas Ergebniß der Verhältnisse, in welchen der junge Mann in derletzten Zeit gelebt hatte. Das Weib hat aber in solchen Dingenimmer ein schärferes Auge als der Mann, und was der Vater inseiner Zerstreutheit übersah, entging den Blicken der Tochter nicht.In tausend kleinen Artigkeiten, wie sie der Verkehr unter gebildetenStänden mit sich führt, hatte sie früh entdeckt, daß dieser Boden