Frühstückzimmer und entsandte sogleich einen Boten, um Dirck Vauder School her zu bescheiden.
DaS Dorf Templeton durfte sich des Beistandes von nur zweiRechtsgelehrlen erfreuen, von denen wir den Einen unseren Lesernbereits in der Wirthsstnbe zum kühnen Dragoner Vorgefühl t haben;der Andere war der von Richard vertraulicher Weise als Dirck oderDirky Van nahmhaft gemachte Gentleman. Große Gntmnthigkeit,ziemliche Gewandtheit in seinem Fach und, so weit dieß bei einemAdvokaten möglich ist, ein beträchtlicher Grad von Ehrlichkeit warendie Hauptzügc in dem Charakter dieses Mannes, welcher unter denAnsiedlern als Squire Van der School bekannt war und bisweilenauch durch den schmeichelhaften, obgleich anomalen Titel des „Hollän-ders" oder des „ehrlichen Advokaten" bezeichnet wurde. Wir wünschenjedoch nicht, unserem Leser einen falschen Begriff von irgend einemunserer Charaktere beizubringen und sehen uns daher veranlaßt,beizufügen, daß das Adjectiv in Herrn Van der School'S Standes-bezeichnung in unmittelbarer Beziehung zu seinem Substantiv ge-meint war. Wir dürfen unser» orthodoxen Freunden nicht sagen,daß alles Verdienst in der Welt nur beziehungsweise ein solchesist; und wenn wir irgend einem Charakter Eigenschaften znschreiben,so ist dieß so zu verstehen, daß mau dabei auch die Umstände in'sAuge zu fassen hat.
Den Rest des Tages über blieb der Richter mit seinem Vetterund seinem Nechtsfreunde eingeschlossen, und Niemand hatte Zutrittins Zimmer als seine Tochter. Marmaduke hatte die tiefe Betrübniß,die ihn augenscheinlich bedrängte, einigermaßen auch Elisabeth mit-getheilt, denn ein kummervoller Blick beschattete ihre schönen Züge,und die Schwungkraft ihres lebensvollen Geistes war merklich ge-lähmt. Der junge Edwards, der mit Verwunderung Zeuge derplötzlichen Veränderung bei den Hauptgliedern der Familie war,bemerkte sogar, wie sich einmal eine Thräne über Miß Templc'S