318
man aus dem Plätschern im Wasser die Unruhe der darin enthal-tene» Gefangenen.
„Zieht an, Jungen!" brüllte Richard. „Ich sehe, wie dieBeester Sprünge machen, um sich in Freiheit zu setzen. Zieht an!es ist ein Fang, der der Mühe lohnt."
Man sah nun Fische der verschiedensten Art in die Maschendes Netzes verstrickt, als es durch die Hände der Arbeiter lief; undauf eine kleine Entfernung vom Ufer wimmelte Alles von den Be-wegungen der beunruhigten Opfer. Hunderte von weißen Seiten zeigtensich auf der Oberstäche und erglänzten im Lichte des Feuers, ver-schwanden aber ebenso schnell wieder, um andern Platz zu machen,wenn die Fische, durch den Lärm erschreckt, nach nnten schoßen undvergeblich sich zu befreien suchten.
„Hurrah!" rief Richard. „Noch ein Paar kräftige Züge undwir haben den Fang geborgen!"
„Lustig, ihr Jungen, lustig!" rief Benjamin. „Ich sehe eineSalmforellc, an der sich zwanzig Mann satt essen könnten."
„Weg mit dir, du Gewürm!" sagte Billy Kirby, indem ereine Föhre aus den Maschen löste, und dieselbe verächtlich in denSee zurückwarf. „Zieht, Jungen! zieht! hier gibts Fische vonallen Arten; und Gott soll mich holen, wenn wir nicht tausendBarsche im Garn haben."
Durch diesen Anblick über die Grenzen der Klugheit gesteigertund der Jahreszeit uneingedcnk, sprang der Holzfäller ins Wasser,und begann die widerstrebenden Thiere in ihrem heimischen Elementvor sich her zu treiben.
„Zieht herzhaft! zieht Jungen!" rief Marmaduke, der Auf-regung des Augenblicks uachgebend, indem er selbst Hand anlegte,und durch seine Beihilfe die Zugkraft wesentlich vermehrte. Edwardshatte schon vorher ein Gleiches gethan, denn der Anblick der un-geheuer» Fischmaffen, die langsam gegen das kiesige Ufer herrollten,