Druckschrift 
3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
319
Einzelbild herunterladen
 

319

wirkte zu verlockend, als daß er nicht hätte die Dame» im Stichelassen und sich den Fischern anschließen sollen.

Das Netz wurde mit großer Sorgfalt an's Land gebracht; undnach vieler Brühe hatte man die Unzahl von Opfern in einem Lochedes Ufers geborgen, wo man sie ihr kurzes Leben in dem neuen,todbringenden Elemente verenden ließ.

Selbst Elisabeth und Luise freuten sich ungemein über denAnblick von fast zwei tausend Gefangenen, die aus der Tiefe desSees geholt und zu ihren Füßen niedcrgelegt waren. Aber sobalddie Gefühle des Augenblicks sich beschwichtigt hatten, hob Marmadukeeinen Barsch, der ungefähr zwei Pfund wiegen mochte, auf, betrach,tete ihn eine Weile mit wchmnthigem Nachdenken, und wandte sichsodann mit den Worten an seine Tochter:

Es ist im Grunde doch eine schreckliche Vergeudung der aus-erlesensten Geschenke Gottes. Diese Fische, Beß, welche Du insolchen Haufen vor Dir liegen siebst, und die man bis morgenAbend sogar ans dem schlechtesten Tisch verschmähen wird, habe»einen Wohlgeschmack, der sie in andern Ländern sogar auf denTafeln der Fürsten und der leckersten Epikuräer zu einem Luxus-artikel machen würde. Die ganze Welt kann keinen besseren Fischausweisen als den Otsego-Barsch; er vereinigt den Wohlgeschmackder Alse mit dem festen Fleisch des Salinen."

Aber gewiß, lieber Vater," rief Elisabeth,müssen sie eingroßer Segen für das Land seyn, namentlich für den Armen."

Die Armen sind immer verschwenderisch, mein Kind, sobaldlleberfluß vorhanden ist; sie denken selten ans den kommendenMorgen. Doch wenn für eine solche Vernichtung der Thiere eineEntschuldigung aufgefunden werden kann, so ist cs bei dem Fangdieses Barsches der Fall. Den Winter über sind sie bekanntlichvor unfern Nachstellungen durch das Eis geschützt, denn sie beißenan keine Angel; und während der heißen Monate lassen sie sichnicht sehen. Vermnlhlich ziehen sic sich in dieser Jahreszeit nach