Druckschrift 
3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
308
Einzelbild herunterladen
 

308

Drciundzwanzigstcs Kapitel.

Helft, Leute helft; hier hängt ein Fisch im Netze,wie eines armen Mannes Recht ror dem Gericht.

PcrikleK von Tyr»S.

Es ging nun mit dem Borrückcn der Jahreszeit so schnell, alsder Eintritt derselben zögernd und langwierig gewesen war. Einegleichförmige Milde bezeichnet,: die Tage, während die allerdingsnoch kühlen Nächte wenigstens keine Reifen mehr brachten. DerWindfänger ließ seine melancholischen Töne an dem Ufer des Seesvernehmen, und Sümpfe und Wiesen entsandten die Musik ihrertausend Bewohner. Das Laub der einheimischen Pappel zitterte inden Wäldern; die Seiten der Berge begannen ihre braune Farbezu verlieren, indem sie dieselbe mit dem lieblichen Grün der Lanb-hölzer vertauschte, in welche sich das dunkle Immergrün derFichte und Tanne mischte; und selbst die Knospen der trägerenEiche schwellten sich, die Ankunft des Sommers verkündend. Dielustige Bachstelze, das gesellige Nothkehlchen, der emsige kleineZaunkönig belebten die Felder mit ihrer Gegenwart und ihren Ge-sängen, während der hochfliegende Fischadler bereits über den Wasserndes Qtsego schwebte und mit angeborener Gefräßigkeit auf dasAuftanchen seiner Beute lauerte.

Die Bewohner des Sees waren weit und breit berühmt, sowohlum ihrer Menge als um ihrer Qualität willen, und das Eis warkaum verschwunden, als zahllose kleine Boote von den Ufern glitten,aus denen der Fischer seine Angelschnur in die innersten Winkelihrer tiefsten Hohlen warf, um die unvorsichtigen Thiere mit jederArt Köder, welche menschlicher Scharfsinn ersunden, zu berücken.Aber der langsame, obgleich sichere Versuch mit Schnur und Angelsagte der Ungeduld der verschwenderischen Ansiedler nur wenig zu.Man nahm seine Zuflucht zu verheerenderen Hilfsmitteln; und als die