309
Jahrszeit cintrat, zu welcher das Fischen mit Netzen durch dasvon dem Richter Tcmple erwirkte Gesetz erlaubt war, so erklärteder Sheriff seine Absicht, in der nächsten dnnkeln Nacht eine solcheBelustigung in Person zu leiten.
„Du sollst auch dabei seyn, Väschen Elisabeth"' fügte er beftals er sein Borhaben kund that, „und auch Miß Grant nebst HerrnEdwards. Da will ich Euch zeigen, was fischen heißt, — denn dasZupfen, Zupfen und Zupfen, wie cs 'Duke beim Forcllenfang thut,kann ich nicht so nennen. Was will das heißen, wenn man Stundenlang in der glühenden Sonne, oder vielleicht an den kältestenWintertagen unter etlichen Büschen vor einem Loch i»i Eise sitzt,wobei Einem noch obendrein all diese Kreuzigung des Fleischesnicht einen einzigen Fisch cinträgt. Stein, nein — gebt mir eingutes, fünfzig oder sechzig Klafter langes Netz mit etlichen lustigenBurschen zu Gehülfen und Benjamin an'ö Steuer, und ihr werdetsehen, daß wir sie zu Tausenden hcrausholen. Das nenne ich fischen."
„Ach, Dick," rief Marmaduke, „Du weißst nicht, welch ein Ver-gnügen es ist, die Angelschnur spielen zu lassen, sonst gingest Dusparsamer mit diesen Thieren um. Wie oft mußte ich nicht mit-ansehen, daß Du, wenn Du eine Nachtpartie aus dem See leitetest,Fragmente genug zurück ließest, nm ein Duzend ausgehungerterFamilien damit sättigen zu können."
„Ich will darüber nicht mit Dir streiten, Richter Temple. Ichlade die Gesellschaft ei», mich diese Nacht zu begleiten, und dannsoll sie zwischen »nS beiden entscheiden."
Richard war während des ganzen Nachmittags beschäftigt, fürsein Vorhaben die geeigneten Vorkehrungen zu treffen. Sobald dasLicht der untergehenden Sonne verschwunden war und die Schattendes neuen Mondes über die Erde fielen, sc-tzten sich die Fischer inein Boot, um »ach einer Stelle an dem westlichen Ufer des Seeszu fahren, die etwas mehr als eine halbe Meile vom Dorfe entlegenwar. Da das Gestade auf dieser Seite gelichtet und der Boden