sie die Streitaxt erhaben, so geschah cs, »in einem Mingo denSchädel einzuschlagen. Sie sammelten sich um das BerathungS-feuer, und was sie sagten, geschah. Damals war John ein Mann.Aber Krieger und Handelsleute mit Hellen Augen folgten ihnen.Der eine brachte das lange Messer und der andere Rum. Eswaren ihrer mehr, als Fichten auf den Berge», und sie löschten dasBerathnngsfeuer aus und nahmen das Land in Besitz. Der böseGeist stack in ihren Krügen und sie ließen ihn los. Ja — ja —du sagst keine Lüge, junger Adler; John ist ein christliches Thier."
„Vergib mir, alter Krieger," rief der Jüngling, seine Handergreifend; „ich sollte der Letzte sehn, der dir Borwürfe macht.Der Fluch des Himmels treffe die Habsucht, die ein so edles Ge-schlecht zerstört hat! Vergiß nicht, John, daß ich deiner Familieangehöre und mir dieß zu meinem größten Stolze rechne." ^
Die Züge Mohegan's wurden sanfter und er fuhr mit mehrMilde fort:
„Du bist ein Delaware, mein Sohn; deine Worte sind nichtgehört worden. — John kann nicht schießen."
„Ich dachte mir's wohl, daß in den Adern des BurschenJndianerblut fließt," flüsterte Richard, „als ich gestern Abend sah,wie ungeschickt er mit meinen Pferden umging. Das kömmt daher,Böschen, weil sie sich nie eines Geschirrs bedienen. Aber der armeSchlucker soll zwei Schüsse auf de» Truthahn haben, wenn's nöthigist. Ich will ihm den andern Schilling aus meiner Tasche zahlen,obgleich es vielleicht besser wäre, wenn ich selber für ihn schüße.Es scheint, die Weihnachtsbelustigungen haben schon ihren Anfanggenommen, was ich aus dem Gelächter in den Büschen dort ver-muthe. Es nimmt mich übrigens Wunder, daß der Junge so aufden Truthahn versessen ist, obgleich ich einen solchen Braten auchnicht verschmähe." .
„Halt, Vetter Richard!" rief Elisabeth, ihn am Arm fassend.Ist es nicht unzart diesem Gentleman einen Schilling anzubieten?"
Die Ansiedler. ez