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wir nicht; denn weil Ihr die Sache gar so wichtig nehmt, so binich überzeugt, daß ich den Vogel verfehle. Den Indianern gilt eineZeit wie die andere; sie lassen sich durch nichts beunruhigen. Ichsage, John, da ist ein'Schilling; nimm meine Büchse und schießenach dem fetten Truthahn, den sie, an dem Baumstumpf festge-buuden haben. Herr Oliver möchte das Thier gerne haben,und ich bin überzeugt, daß ich Nichts zu leisten vermag, wenn ichallzu hastig bin."
Der Indianer wandte düster sein Haupt nm, und nachdemer seine Gefährten eine Weile in tiefem Schweigen betrachtet hatte,erwiederte er:
„Als John jung war, flog seine Kugel so gerade, als derStrahl seines Auges. Die Mingoweiber schrieen bei dem Knalleseiner Büchse. Die Mingokrieger mußten zu Weibern werden. Wannschoß er je zweimal? Der Adler flog über den Wolken, wenn ersich ChingachgookS Wigwam näherte — seine Federn wurden derSchmuck der Weiber. — Aber seht," fuhr er fort, indem er denliefern wehmnthigen Ton seiner Stimme bis zu der höchsten Höheder Aufregung steigerte und seine beiden Hände faltete — „sie zitternwie ein Hirsch bei dem Geheul des Wolfes. Ist John alt? Wannwar ein Mohican mit siebenzig Wintern ein Weib? Nein, derweiße Mann macht ihn altern — Rum ist sein Tomahawk."
„Warum aber sprichst du ihm zu, alter Mann," rief der jungeJäger. „Warum läßt sich ein Mann von so edlem Wesen durch denTeufel so sehr bestricken, daß er sich selbst zum Thiere macht?"
„Thier? Ist John ein Thier?" versetzte der Indianer langsam.„Ja, du sagst keine Lüge, Kind des Feuereffers; John ist ein Thier.Ehedem stieg nur wenig Rauch in diesen Bergen auf. Der Hirschleckte die Hand des weißen Mannes, und die Vögel ließen sich aufseinem Haupte nieder. Sie kannten ihn nicht. Meine Väter kamenvon den Ufern des Salzsee's. Sie flohen vor dem Rum. Siegingen zu ihrem Großvater und lebten dort im Frieden; oder wenn