Ich will mein Amt verlieren, wenn nicht Unheil im Werke ist.Laß uns näher gehen und die Sachs ein wenig untersnchen."
Während dieses Gesprächs hatte sich Richard mit seinemVäschen ziemlich weit von dem Hause entfernt, und sie waren ebenin einen freien Platz hinter dem Dorfe eingetreten, der das Terrainfür die besprochenen Straßen und die künftigen Wohnungen ab-geben sollte. In der That bestand aber das einzige sichtbareMerkmal einer Verbesserung in einer nachlässig ausgeführten Lich-tung an dem Saume eines finstern Fichtenwaldes hi», ans welcherder Nachwuchs der gleichen Banmart bereits wieder zu einer solchenHöhe aufgeschossen war, daß das Schneefeld durch kleine iinmer-grüne Büsche unterbrochen wurde. Das Rauschen des Windes, derdurch die Gipfel der riesigen Bäume pfiff, verhinderte, daß dieFußtritte der Beiden gehört wurden, während die Zweige ihre Ge-stalten verbargen. So geschützt, näherten sie sich einer Stelle,wo der junge Jäger, Lederstrumpf und der Indianerhäuptling inernstem Gespräche begriffen waren. Der erstere sprach mit vielemFeuer und schien sein Thema sehr wichtig zu nehmen, währendNatty mit mehr als gewöhnlicher Aufmerksamkeit auf seine Wortehorchte. Mohegan stand ein wenig seitwärts; sein Kopf war ihm aufdie Brust gesunken und das Haar fiel nach vorne, so daß es seineZüge fast ganz verbarg; seine Haltung drückte tiefe Niedergeschla-genheit, wo nicht Scham aus.
„Laß uns gehen," flüsterte Elisabeth. „Wir sind hier über-flüssig und haben kein Recht, die Geheimnisse dieser Leute z» behorchen."
„Kein Recht?" erwiederte Richard in dem gleichen Tone, aberetwas ungeduldig, indem er ihren Arm fester faßte, um ihr Zurück-treten zu verhindern. „Du vergißest, Väschen, daß es meine Pflichtist, den Frieden des Bezirks zn wahren und Sorge zu tragen, daßdie Gesetze befolgt werden. Diese Landstreicher lassen sich häufigklebertretungen zu Schulden kommen, obgleich ich nicht glaube, daßJohn Etwas heimlich verübt. Der arme Bursche! er war gestern