die Familie befinde, und gedachte Abends wieder heimznkehrcn;aber das Hauswesen war in einem so verwirrten Zustande, daß iches nicht übers Herz bringen kannte, zu gehen, ohne meine Diensteanzubieten. Der Platz stund mir an, da ich als eine unverheira-thete Person über mich verfügen kannte; und weil man meiner Hilfebenöthigt war, sa blieb ich."
„Und scyd eine schöne Zeit an demselben Platze vor Ankergelegen, Jungfer Rcmarkable. Ich denke, die Rhede hat Euchnicht übel behagt."
„Wie mögt Ihr auch so reden, Benjamin! Es ist kein wahresWart an Allem, was Ihr sagt. Ich muß zwar gestehen, daß derRichter und Squire Jones ganz ordentlich mit mir umgegangensind; aber ich sehe voraus, daß sich der Stiel bald umdrehcn wird.Ich hörte zwar Wohl, daß der Richter weit fortgcreist seh und daßer seine Tochter heimzuholen beabsichtige, aber auf ei» solchesTreiben habe ich nicht gerechnet. Ich fürchte, Benjamin, daß siesich gegen uns als eine recht herrische und häßliche Frauensper-son erweisen wstd."
„Häßlich?" rief der Majordomo, indem er seine Augen, diesich in sehr verdächtiger Schläfrigkeit bereits zu schließen begannen,verwundert aufriß. „Beim Lord Harry, Weibsbild, Ihr könntetebenso gut die Boadishey eine garstige Fregatte nennen! Waszum Teufel wollt Ihr denn? Sind nicht ihre Augen so leuchtendwie der Morgen- und der Abendstern; und sind nicht ihre Haareso glänzend wie ein Takelwerk, das so eben mit Theer beschmiertworden? Bewegt sie sich nicht so stattlich wie ein Schiff erstenRanges in glattem Wasser, das vor seiner Kabel tanzt? Ei, Weib,das Gallionbild der Boadishey war eine Truste gegen sie, unddoch hörte ich den Capitän oft sagen, es stelle eine große Königinvor. Und sind Königinnen nicht immer schon? Meint Ihr, ein Königwäre einfältig genug, sich nicht eine schöne Bettgenossin zu wählen?"
„Redet sittsamer, Benjamin," sagte die Haushälterin, „oder