Druckschrift 
3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

den Richter heftete. Er schüttelte sein Haupt, strich sich das Haaraus der Stirne und ließ ein Paar Augen gewahr werden, die vandem Feuer wilder Rachelust erglühten. Der Indianer war ganzumgewandelt: seine Hand schien eine» vergeblichen Versuch zumachen, den Tomahawk hervorzuholen, der mit dem Handgriffe inseinem Gürtel stack, während seine Blicke allmälig wieder einenleeren Ausdruck annahmen. Richard stellte in diesem Augenblick einenBecher vor ihn hin, während sich eben seine Züge in das Grinsendes Blödsinns verzerrten. Er ergriff das Gefäß mit beiden Hän-den, trank es, auf der Bank zurückgelehnt, bis auf die Neige ausund versuchte sodann, es mit der Nnbeholfenheit totaler Betrun-kenheit bei Seite zu stellen.

Kein Blutvergießen!" rief der Jäger, als er den vorüber-gehenden Ausdruck der Wildheit in den Zügen des Indianers ge-wahrte.Doch er ist betrunken und kann keine» Schaden thun.So geht es mit allen Wilden! Gebt ihnen Branntwein und siemachen sich selbst zu Hunden. Doch sey'S drum die Zeit wirdnichtsdestoweniger kommen, wo Gerechtigkeit geübt wird. Wirmüssen nur Gednld haben."

Da Natty dieß in der Sprache der Delaware» laut werdenließ, so wurde er natürlich von Niemand verstanden. Er hattekaum ausgesprochen, als Richard rief

Nun, der alte John ist zeitig fertig geworden. Gebt ihmQuartier in der Scheune, Kapitän, und laßt mich für die Bezah-lung sorgen. Ich bin heute Abend reich, zehnmal reicher als Dukemit alle» seinen Ländereien, Kapitalbricfen, Wechsel und Renten."

Fort, fort mit den Grillen,

Und fort mit den Stillen

Daß Sorgen nicht streuen die silbernen Flocken .

Zu frühe in unsere dunkelen Locken.