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3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
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überstandcn haben, die Größe Gottes schauen und die Seligkeitder Heiligen genießen dürfen. Alles was jetzt dunkel ist, wirdvor unserm erweiterten Gesichtskreise klar werden, und Alles wassich mit unseren dermaligcn beschränkten Begriffen von Gnade,Gerechtigkeit und Liebe nicht vereinigen läßt, sehen wir dort indem Hellen Lichte der Wahrheit, wo cS sich als das Ergebnißder ewigen Weisheit und als das Wirken einer allmächtigen LiebeHerausstellen wird.

Welch' eine ernste Aufforderung zur Demuth, meine Brüder,kann nicht ein jeder schon darin finden, wenn er auf die Tageseiner Kindheit zurückblickt, und sich seiner jugendlichen Leidenschaftenerinnert! Wie verschiede» erscheint nicht dieselbe Handlung elter-licher Strenge in den Augen des leidenden Kindes und in denendes gereiften Mannes! Wenn der Mensch, der sich weise dünkt,die wirren Sätze seiner weltlichen Weisheit an die Stelle eineruumittelbaren höheren Eingebung pflanzen will, so möge er be-denken, wie beschränkt sein eigener schwacher Verstand ist, under wird sich nicht weiter überhebcn; ja er muß die Weisheit Gottesin dem, was theilweise verhüllt ist, ebenso gut erkennen, als indem was offen vor ihm da liegt. An die Stelle seines Vernunft-stolzes lasse er unterwürfige Demuth, Glauben und wahres inneresLeben treten!

Die Betrachtung dieser Frage, meine Zuhörer, enthält vielTröstliches und hat ernste Aufforderungen zur Demuth iu ihremGefolge, die in reinem Sinne geübt, das Herz bessert und denKleinmuth des Erdenpilgers aus seiner Wanderschaft verscheucht.ES ist ein köstlicher Trost, die Zweifel unserer anmaßenden Naturan der Schwelle unserer ewigen Heimath niederlegen zu dürfen,von wo sie, sobald die Thürc sich öffnet, wie Morgennebel vorder aussteigenden Sonne verschwinden. O, es liegt eine heiligeLehre in der Unzulänglichkeit unserer Kräfte, denn sie macht unsauf viele schwache Seiten aufmerksam, an denen wir von dem