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-großen Feinde unseres Geschlechtes angegriffen werde» können; siezeigt uns, daß wir am ehesten der Gefahr auSgesetzt sind, zufallen, wenn unsere Eitelkeit uns eben mit dem Gefühle der Stärke-«inschläfern will; sie macht uns gebieterisch aufmerksam auf den«itcln Ruhm nuferes Verstandes und läßt uns den großen Unter-schied zwischen einem beseligenden Glauben und den Auswüchsen«einer so genannten philosophischen Gotteslehre erkennen; sie lehrtuns unser Inneres in dem Schmelzliegel der guten Werke er-kenne». Unter den guten Werken sind aber die Früchte der Bußezu verstehen, die sich hauptsächlich in der Liebe äußern — nichtin jener Liebe allein, die uns veranlaßt, dem Bedürftigen zu helfenund den Leidenden zu trösten, sondern in der Liebe, welche alleMenschen umfängt und uns lehrt, den Nächsten mit Milde zubeurtheilen; die den Baum der Selbstgerechtigkeit mit der Wurzelausrottet und uns warnt, Andere zu verdammen, so lange wirdes eigenen Heils nicht versichert sind."
„Die Nutzanwendung, welche ich aus der Beleuchtung diesesGegenstandes ziehen will, meine Brüder, ist nichts weiteres alseine ernste Einschärfung der Demnth. In den Hauptpunkten unseresGlaubens ist ein geringer Unterschied, sobald man nur dieHanptcigenschaften des Erlösers anerkennt und alle Hoffnungenauf sein göttliches Mittleramt baut. Aber Ketzereien habenvon jeher den Schooß der Kirche befleckt und Spaltungen her-beigeführt. Um den daraus entspringenden Gefahren vorzu-beugen und die Einheit seiner Jünger zn sichern, hat Christusseine sichtbare Kirche gegründet und das Predigtamt eingesetzt.Weise und heilige Männer, die Väter unserer Religion, habenalle ihre Mühe aufgeboten, das, was daG Dunkel der Spracheverbirgt, an'S Licht zu ziehen, und die Ergebnisse ihrer Forschun-gen und Erfahrungen wurden in der Form evangelischer Kirchen-ordnungeu auf uns fortgepstanzt. Wie heilsam diese sehn müssen,erhellt aus dem Blicke, den wir eben in die Schwäche der mensch-