der Bewegung der Büchse, und bald entdeckten sie den Gegenstandvon Natty'S Zielen. Auf einem kleinen dürren Aste, welcher ineiner Entfernung von etwa sicbenzig Fuß über dem Boden wage-recht von dem Stamme abbog, unmittelbar unter den lebendigenZweigen des Baumes saß ein Vogel von jener Gattung, welchedas Landvolk dieser Gegend ohne Unterschied mit dem NamenFasan oder Feldhuhn belegt. Das Thier war nur wenig kleiner,
als ein gewöhnliches Hanshuhn. Erschreckt durch das Bellen derHunde und die Unterhaltung in der Nähe des Baumes, den erzum Nuheort erkoren, hatte sich der Vogel mehr gegen den Stammhi» zurückgezogen, wo er dasaß, Kopf und Hals so ausgereckt,daß sie mit den Beinen nur eine gerade Linie zn bilden schienen.Sobald sich der Büchsenlauf in gleicher Richtung mit dem Opferbefand, drückte Natty ab und das Feldhuhn fiel mit solcher Gewaltvon seinem hohen Standpunkte herunter, daß es ganz vom Schneebegraben wurde.
„Leg' dich, alter Schelm," rief Lederstrumpf, Hector mit demLadestock winkend, als dieser nach dem Fuße des Baumes hineilenwollte, „leg' dich, sag' ich dir!"
Der Hund gehorchte und Natty schickte sich an, in aller Eile,obgleich mit der äußersten Pünktlichkeit, sein Gewehr wieder z»laden. Als dieß geschehen war, nahm er sein Wild auf, zeigteder Gesellschaft, daß dem Vogel der Kopf abgeschossen war und rief:
„Das ist ein ganz leckerer Weihnachtsbraten für einen altenMann — laßt es daher nur gut seyn mit dem Wildpret, Junge,und vergeht mir den Indianer John nicht; seine Kräuter sindbesser, als alles ausländische Gesalbe. — Da, Richter" — er hieltden Vogel wieder in die Höhe — „glauben Sie wohl, IhreSchlüffelbüchse würde auch einen Vogel von seiner Stange her-unterholen, ohne eine Feder zu verletzen?"
Der alte Mann verzog wieder den Mund zu seinem eigen-thümlichen Lache», das Triumph, Heiterkeit und Ironie in gleicher