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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Obgleich ihre Worte durch die vielfachen, stärkeren Ausbrüche derEmpfindung unzusammenhängend erschienen, so würde eine Ueber-tragnng derselben doch regelmäßig wicderkehrende Wechsel und inihnen eine Reihenfolge von Gedanken zu Tage gebracht haben.

Ein Mädchen, durch ihren Rang und ihre Eigenschaften hiezubesonders auserlesen, begann mit bescheidenen Anspielungen auf dieVerdienste des gefallenen Kriegers, und schmückte ihre Ansdrucks-weise mit jenen morgenländischen Bildern, welche die Indianer ohneZweifel von de» äußersten Enden des andern Festlandes mit herüberge-bracht haben, und die an sich schon ein Gelenk in der Berbindnngs-kette der Geschichte der zwei Welten bilden. Sie nannte ihn den Pan-ther seines Stammes und schilderte ihn als Einen, dessen Moccastnkeine Spur auf dem Thaue znrücklaffe; dessen Sprung dem desjungen Hirschkalbes gleiche; dessen Auge glänzender als ein Sternin finsterer Nacht sey, und dessen Stimme in der Schlacht so lautklinge, als der Donner des Manitto. Sie erinnerte ihn an dieMutter, die ihn geboren, und verweilte namentlich bei dem Glücke,das diese im Besitze eines solchen Sohnes empfinden müsse. Siebat ihn, ihr zu sagen, wenn er sie in der Welt der Geister treffe,daß die Delawaren-Mädchen über dem Grabe ihres Kindes Thränenvergossen und sie eine Gesegnete genannt hätten.

Ihr folgten Andere, welche in einer noch milderen, innigerenWeise mit der ihrem Geschlechts eigenen zarten Empfindsamkeitdas fremde Mädchen besangen. Sic seh so nahe an Uncas' Todedieser Erde entrückt worden, daß der Wille des großen Manittomit Beiden sich deutlich offenbare und nicht mißverstanden werdenkönne. Sie ermahnten ihn, freundlich gegen sie zu sehn und Nach-sicht mit ihr zu haben, wenn sie die Fertigkeiten nicht besitze, dieeinem Krieger, wie er, für seine Bequemlichkeit so nöthig sehen.Sie verweilten bei ihrer unvergleichlichen Schönheit und ihrementschlossenen Edelsinn, ohne einen Gedanken von Neid, wie etwaEngel an noch höheren Wesen ihre Freude finden mögen. Sie